Gewinnschwelle in weite Ferne gerückt
Post erwartet in den USA massive Verluste

Die Deutsche Post ist im US-Geschäft der Express-Tochter DHL in diesem Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Statt 300 Millionen Euro Verlust rechnet die Post jetzt mit einem Fehlbetrag von 500 Millionen Euro. Aktie reagiert auf diese Nachricht mit deutlichen Kursverlusten.

HB BONN. Für dieses Jahr sei ein um 200 Millionen Euro höherer Verlust zu erwarten als zunächst veranschlagt, teilte die Post am Mittwoch in Bonn mit. Der Fehlbetrag werde sich auf bis zu 500 Millionen Euro erhöhen. Auch für 2005 sei noch ein Verlust bis zu 300 Millionen Euro zu erwarten. An der Börse wirkte sich die Nachricht am Mittwoch negativ aus. Die Aktien der Post sackten zwischenzeitlich um 3,7 Prozent auf 15,87 Euro ab.

Ursprünglich hatte die Post im hart umkämpften US-Markt, in dem sie Mitte 2003 das Express-Unternehmen Airborne übernommen hatte, im kommenden Jahr die Gewinnschwelle erreichen wollen. Die Mehraufwendungen für das US-Geschäft von 200 Millionen Euro im laufenden Jahr könne der Konzern durch operative Erträge in anderen Regionen wie dem asiatischen Wachstumsmarkt und durch das Spar- und Wertsteigerungsprogramm Star abdecken. Star werde mit 800 Millionen Euro einen um über 100 Millionen Euro höheren Ergebnisbeitrag liefern als geplant.

Trotz der höheren Verluste in den USA hält die Post an ihren Ergebnisprognosen für 2004 und 2005 fest. 2004 solle das Betriebsergebnis (Ebita) zwischen 7,5 und 12,5 Prozent zulegen. 2005 soll das Ebita dann mindestens 3,6 Milliarden Euro erreichen.

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