Gewinnsprung
Gagfah legt um mehr als das Elffache zu

Eine Neubewertung des Immobilienbestands hat dem Wohnimmobilienkonzern Gagfah im zweiten Quartal zu einem Gewinnsprung verholfen. Bis zum Jahresende hat das Unternehmen große Pläne.

HB FRANKFURT. Der Überschuss legte von April bis Juni um mehr als das Elffache auf 578,5 Mill. Euro zu, wie das in Luxemburg ansässige Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Finanzmittel aus dem Geschäftsbetrieb (FFO), an deren Höhe sich die Dividende orientiert, legten um 32 Prozent auf 52,1 Mill. Euro zu. Damit übertraf Gagfah die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten, die mit 47,2 Mill. Euro gerechnet hatten.

Allein aus der regelmäßigen Neubewertung des Bestands verbuchte Gagfah einen Gewinn von 622 Mill. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es nur knapp zwölf Mill. gewesen. Die Nettokaltmiete stieg im ersten Halbjahr auf vergleichbarer Fläche um 0,8 Prozent.

Gagfah hat sich auf den Kauf und die Sanierung von Wohnungen in Deutschland spezialisiert. Ein Großteil der Wohnungen des über die Jahre aus verschiedenen Gesellschaften zusammengekauften Konzerns liegt in Dresden, Berlin und Hamburg. Im ersten Halbjahr wuchs der Bestand leicht auf knapp 167 000 Einheiten. Bis Jahresende will Gagfah früheren Angaben zufolge mehr als 200 000 Wohnungen besitzen. Das Marktumfeld für Zukäufe von weiteren Wohnungspaketen sei weiterhin positiv, hieß es. Der großteils dem Finanzinvestor Fortress gehörende Konzern ist unter anderem an der zum Verkauf stehenden nordrhein-westfälischen LEG interessiert.

Knapp 530 Wohnungen verkaufte Gagfah in den ersten sechs Monaten an die Mieter. Bis Jahresende sollen es 2000 bis 2500 sein, wie der Konzern bekräftigte. „Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland wirkt sich inzwischen auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt aus. Dies hat zu höheren Marktmieten und einer gestiegenen Nachfrage im Bereich der Wohnungsprivatisierung geführt“, sagte der Chef der deutschen Gagfah-Töchter, Burkhard Drescher.

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