Gewinnsprung geplant
Deutsche Bahn will profitabler werden

Mit 34,4 Milliarden Euro verbuchte die Deutsche Bahn 2010 einen Rekordumsatz. 2011 sollen die Erlöse um weitere fünf Prozent wachsen. Noch stärker will die Bahn den Gewinn steigern und damit deutlich profitabler werden.
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BerlinDie Deutsche Bahn will in diesem Jahr deutlich profitabler werden. Der Betriebsgewinn soll daher stärker wachsen als der Umsatz, wie aus Konzernunterlagen hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Die Erlöse sollen dieses Jahr auf 38,3 Milliarden Euro steigen, was ohne den Kauf des britischen Verkehrskonzerns Arriva einem Plus von rund fünf Prozent gegenüber 2010 entspricht. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll dagegen mit mehr als 15 Prozent rund dreimal so stark auf über 2,2 Milliarden Euro klettern.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seinen Gewinn nach Angaben aus Kreisen des Aufsichtsrats um rund zehn Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2009 gesteigert. Der Konzern erwirtschaftete demnach einen Betriebsgewinn von knapp 1,9 Milliarden Euro. Dabei seien die Gewinne der 2010 gekauften britischen Arriva eingerechnet. Der Umsatz stieg kräftiger und lag mit 34,4 Milliarden Euro auf Rekordhöhe, wobei der Kauf von Arriva teilweise mit eingerechnet ist. Im Krisenjahr 2009 hatte der Umsatz 29,3 Milliarden Euro betragen.

Die Bahn wollte sich nicht äußern und verwies auf die Bilanzpressekonferenz am Donnerstag.

Netz mit Gewinn von 600 Millionen Euro

Der Umsatz stieg 2010 vor allem wegen des Aufschwungs in der Logistik kräftig, obwohl die Transportpreise das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht hatten. Die Güterbahn, die besonders im Abschwung getroffen wurde, konnte 2010 wieder eine schwarze Null schreiben. Geschrumpft ist hingegen auch wegen der Winterprobleme der Gewinn im Fern- und Nahverkehr. Das Schienennetz war mit fast 600 Millionen Euro Gewinn nach dem Nahverkehr die ertragreichste Sparte.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die Gewinne der mit staatlichen Milliarden-Beträgen subventionierten Sparte weiter der Konzernmutter zufließen können. Im Bundestag und vor allem in der FDP wird gefordert, dass diese vollständig wieder für Investitionen in die rund 34.000-Kilometer Gleise und die Bahnhöfe eingesetzt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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