Gewinnsprung im Halbjahr
Stahlboom treibt Klöckner & Co

Der Börsenneuling Klöckner & Co, kurz Klöco, hat im ersten Halbjahr vom Stahlboom profitiert. Umsatz und Ergebnis stiegen kräftig. Auch fürs restliche Jahr ist das Unternehmen zuversichtlich.

HB DÜSSELDORF. Der Umsatz sei in den ersten sechs Monaten um 7,2 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Stahlhändler mit Sitz in Duisburg am Dienstag mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei um 87 Mill. Euro auf 153,8 Mill. Euro geklettert. Auch unter dem Strich konnte der Konzern seinen Gewinn deutlich steigern: Der Überschuss legte in den ersten sechs Monaten von 6 auf 91 Mill. Euro zu. Klöckner & Co habe von der „sehr guten Marktentwicklung bei den meisten Stahl- und Metallprodukten“ profitiert, bilanzierte das Unternehmen.

Der seit Ende Juni börsennotierte Klöco-Konzern geht nun weiter davon aus, auch im Gesamtjahr 2006 die Vorjahresergebnisse deutlich zu übertreffen. Klöco-Chef Thomas Ludwig hatte vor kurzem auch angedeutet, dass die Anteilseigener für 2006 auch mit einer Dividende rechnen können: „Wir sind dividendenfähig und werden uns dabei ähnlich wie vergleichbare Unternehmen in Europa und MDax-Unternehmen verhalten“, hatte er gesagt.

Für das zweite Halbjahr plant die Firma weitere Zukäufe. Erst im Juli hatten die Duisburger zwei spanische Konkurrenten übernommen. Die Stahlbranche ist von einer Fusionswelle erfasst, die jüngst in der Übernahmeschlacht um Arcelor ihren Höhepunkt gefunden hatte, in der sich der Mittal-Konzern durchsetzte.

Das 1906 gegründete Traditionsunternehmen, das jährlich etwa 6 Mill. Tonnen Stahl kauft und verkauft, hat in den vergangenen fünf Jahren zahlreiche Eigentümerwechsel erlebt. In diesem Zusammenhang streiten sich die WestLB und die Rohstoffhandelsgruppe Balli noch vor Gericht. Die Bank hatte Klöco 2003 von Balli übernommen und sie 2005 an den Finanzinvestor LGB weiterverkauft. Im Juni war der Konzern dann an die Börse gegangen.

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