Gewinnwarnung
Chiquita büßt für Spinatskandal

Der US-Lebensmittelkonzern Chiquita rechnet wegen eines Skandals um verseuchten Spinat in den USA mit einem deutlich geringeren Quartalsgewinn. Das Chiquita-Direktorium beschloss, den Aktionären vorläufig keine Dividende mehr auszuzahlen.

HB CHICAGO. Die Funde von gefährlichen Kolibakterien in dem Gemüse hätten den Umsatz beeinträchtigt, teilte das vor allem als Bananenproduzent und -vermarkter bekannte Unternehmen am Montag mit. Außerdem seien durch den Skandal die Kosten für das Geschäft mit verpackten Salaten in die Höhe getrieben worden.

Das Chiquita-Direktorium beschloss den Angaben zufolge, den Aktionären vorläufig keine Dividende mehr auszuzahlen. Durch den Verzicht auf die Ausschüttung von zehn Cent pro Aktie im Quartal sollen jährlich 17 Millionen Dollar (13 Millionen Euro) eingespart werden, um Schulden abzubauen und mehr finanziellen Spielraum zu gewinnen. Außerdem wurde eine Investmentbank beauftragt, Möglichkeiten zum Verkauf der firmeneigenen Flotte von zwölf Tiefkühlschiffen zu prüfen.

Neben dem Spinat-Skandal kämpft Chiquita derzeit mit Einbußen beim Bananengeschäft in Europa. Die EU hatte zum Jahresbeginn die Zölle auf Bananen aus Lateinamerika erhöht, um Produzenten in den früheren europäischen Kolonien in Afrika und der Karibik zu schützen.

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