GfK-Studie
Nicht nur Ikea setzt auf die Innenstadt

Innenstädte werden für den Handel angesichts der Konkurrenz aus dem Internet immer wichtiger. Das ist das Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung. Der Trend geht auch an Ikea nicht vorbei.

BerlinUnter dem Druck der Online-Konkurrenz werden die Einkaufsstraßen der Großstädte für den stationären Handel immer wichtiger. Der innenstädtische Einzelhandelsumsatz in den 82 deutschen Großstädten über 100.0000 Einwohner sei zwischen 2010 und 2014 um rund sieben Prozent gestiegen, berichtete am Freitag Manuel Jahn von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf einer Pressekonferenz des Immobilienwirtschaftsverbandes ZIA in Berlin. Außerhalb der Innenstädte und in vielen kleineren Kommunen seien die Umsätze dagegen zurückgegangen.

Der Trend in die Innenstädte geht auch an Händlern nicht vorbei, die bisher ihre Läden fast ausschließlich auf der grünen Wiese bauten. Ikea-Manager Johannes Ferber berichtete, auch Ikea werde in Zukunft immer mehr in Innenstädten oder zumindest innenstadtnahen Lagen investieren. Ein Pilotprojekt in Hamburg-Altona habe nicht nur sehr hohe Besucherzahlen. Das Geschäft erreiche auch viele Verbraucher, die früher nicht zu Ikea gekommen sein.

Der Branchenverband ZIA forderte mehr Chancengleichheit zwischen stationärem Einzelhandel und Onlinehandel. Wenn die Städte ihre Funktion als Marktplatz behalten sollten, dürften die Läden dort nicht durch starre und umfangreiche Regulierungen - von der Verkaufsflächenbeschränkung bis hin zur Reglung der Öffnungszeiten - gegenüber dem Online-Handel benachteiligt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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