Gifte in Boden und Wasser
Greenpeace warnt vor Pestiziden im Apfel-Anbau

Greenpeace hat bei einer Untersuchung von europäischen Apfelplantagen insgesamt 64 Rückstände von Pestiziden nachgewiesen. Die derzeitigen Grenzwerte reichten nicht aus, so die Organisation.
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HamburgDie Umweltschutzorganisation Greenpeace hat auf Apfelplantagen in Deutschland und in anderen europäischen Ländern nach eigenen Angaben Pestizide nachgewiesen. Cocktails aus bis zu 13 verschiedenen Pestiziden belasteten Böden und Gewässer der Apfelplantagen, teilte Greenpeace am Dienstag in Hamburg mit. In Deutschland seien in sieben von zehn genommenen Wasser- und Bodenproben bis zu acht unterschiedliche Pestizide gefunden worden.

Greenpeace-Experte Dirk Zimmermann warf der industriellen Apfelproduktion vor, nach wie vor gefährliche Pestizide einzusetzen, die Umwelt und Verbraucher schädigen können. Zwar liege bei den Äpfeln im Supermarkt die Belastung meist unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Doch das reicht nach Meinung der Umweltschützer nicht.

Den Angaben zufolge analysierten Greenpeace-Tester 36 im April genommene Wasserproben und 49 Bodenproben. Von diesen zusammen 85 Proben hätten 64 Rückstände von Pestiziden aufgewiesen, über die Hälfte sei mehrfach belastet gewesen. Schlusslicht war demnach eine Bodenprobe mit 13 verschiedenen Giften. Insgesamt fanden die Tester den Angaben zufolge 53 verschiedene Gifte, darunter besonders toxische wie DDT und hormonell wirksame Substanzen wie Endosulfan.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gifte in Boden und Wasser: Greenpeace warnt vor Pestiziden im Apfel-Anbau"

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  • Der Bewertung von Holger kann ich nur zustimmen.
    Andererseits, da diese Meldungen des HBO kostenlos sind , ist auch der Leser in der Pflicht solchen Journalistenschrott als solchen selbst zu identifizieren und bei ähnlichen HBO Meldungen extreme Vorsicht walten zu lassen.
    Wer so mit Greenpeace Desinformationen umgeht , dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht!

    Unabhängig davon stört es mich schon für wie dumm HBO seine Leser hält.

  • Die Analytik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr weiterentwickelt und so kann man mit der Gaschromatographie mittlerweise kleinste Mengen eines Stoffs nachweisen. Das ist grundsätzlich positiv. Nachteilig ist das dieses Wissen durch Ökokonzerne und willfährige Medien verantwortungslos eingesetzt wird um die Menschen zu verängstigen.

    Gem. des Artikels wurden diverse Pflanzenschutzmittel nachgewisen, darunter solche die seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt werden (DDT). Da es keine Aussage zu Grenzwertüberschreitungen gab, gehe ich davon aus, dass es sich um Quantitäten nahe der Nachweisgrenze gehandelt hat die wissenschaftlich interessant sein mögen, aber keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen erwarten lassen.

    Somit handelt es sich sachlich um ein Nicht - Ereignis dass durch eine selektive Darstellung dazu genutzt wird die Leser gegenüber der modernen Landwirtschaft zu verängstigen.

    Der Artikel verdient das Prädikat "Lügenpresse". Eine seriöse Zeitung würde auf solche Quellen wie Greenpeace verzichten.

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