Griechische Woche beim Discounter
Mit dem Aldi-Ouzo die Krise schöntrinken

Purer Zufall oder Ironie? Während in Brüssel über den Verbleib der Griechen in der Eurozone verhandelt wird, bringt sich Aldi mit einer „griechischen Woche“ ins Gespräch. Dabei stammen gar nicht alle Produkte aus Hellas.
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DüsseldorfMit einem Glas kretischem Honig die Euro-Krise versüßen oder sich mit einer Flasche Ouzo den Verhandlungsfrust um die Rettung Griechenlands schöntrinken? Aldi macht's möglich. Mit der Ladenöffnung am Montagmorgen hat die Euro-Krise die Supermarktregale des Discounters erreicht. 

Wenige Stunden, bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere Staats- und Regierungschefs über den möglichen Grexit der Hellenen in der Euro-Zone verhandeln, ruft der Essener Discounter eine „Griechische Woche“ aus. So gibt es Bifteki für 3,99 Euro die Packung oder ein 1600-Gramm-Glas Oliven für 4,29 Euro. Und die Marketing-Abteilung schwärmt: „Griechische Köstlichkeiten – kommen Sie mit auf eine kulinarische Reise.“

Die Meinungen der User in den sozialen Medien sind gespalten. So fragt Andreas Heß ironisch auf der Facebook-Seite von Aldi Süd: „Bekommt man das auf Pump?. Oder zahlt die EZB meinen Einkauf?". Auch ein anderer Facebook-Nutzer nimmt es eher von der witzigen Seite: „Können wir mit Drachme bezahlen?“ Raphael Sanzio Da Urbino dagegen übt deutliche Kritik am Unternehmen: „Lustig, aber wenn man überlegt, was daran alles hängt, eher geschmacklos.“

Purer Zufall oder bittere Ironie? Zu der passgenauen Sonderaktion, mit der Griechenland abseits der Politik zumindest wieder kulinarisch wieder in aller Munde ist, äußert sich das Unternehmen auf Anfrage nicht. Bekannt ist, dass der Discounter solche Aktionen mit regionalen Köstlichkeiten regelmäßig anbietet – und entsprechend langfristig im Vorhinein plant.

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Pita aus Dänemark, Oliven aus Österreich

Kommentare zu " Griechische Woche beim Discounter: Mit dem Aldi-Ouzo die Krise schöntrinken"

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  • Das hat schon BLÖD-Zeitungsniveau.

    Im Übrigens gibt es diese verschiedenen Produkte in Griechenland nur, weil eben multinationale Konzerne eben keinen hemmungslosen Zugriff auf das Land haben. Und das ist gut so.
    Somit gibt es noch spezifische Produkte und die Gewinne fließen nicht nur in die Taschen weniger!

    Das ist es auch was in Griechenland wirklich stört: Das die Parasiten aus dem Ausland keinen Zugriff auf alles haben!

  • "„Unter der Voraussetzung, dass Produkte von griechischen Firmen sind, wäre das ein für die Griechen sinnvolleres Hilfsprogramm“, ... "

    Vollkommen richtig.

    Kauft griechische Produkte, macht dort Urlaub, helft den Griechen!
    Sie haben es verdient.

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