„Größe ist kein Wert an sich“
Interview: Hans-J. Körber

HB: Herr Körber, nach Ansicht der Unternehmensberatung A.T. Kearney werden die drei größten Einzelhandelskonzerne der Welt in zehn bis 15 Jahren zusammen drei Viertel des weltweiten Umsatzes auf sich vereinen. Halten Sie dieses Szenario für realistisch?

Körber: Für den Einzelhandel sicherlich nicht. Ein „globales Parkett“ ist im Einzelhandel nicht festzustellen, auch wenn Unternehmen wie die Metro Group stark auf Internationalisierung setzen. Nach wie vor werden immer noch weniger als zehn Prozent des internationalen Handels von großen, internationalen Unternehmen abgedeckt.

HB: Erwarten Sie in Deutschland in den kommenden fünf Jahren spektakuläre Übernahmen?

Körber: Expansion findet heutzutage im Wesentlichen organisch oder durch Übernahmen einzelner Unternehmensteile oder Standorte statt. Die Zeit der ganz großen Übernahmen oder Zusammenschlüsse ist aber offensichtlich inzwischen vorbei, auch in Deutschland.

HB: Vor wenigen Monaten ist es Ihnen gelungen, in die Gruppe der drei größten Handelskonzerne weltweit aufzurücken. Werden Sie in zehn bis 15 Jahren noch dazugehören?

Körber: Die Größe eines Unternehmens ist für mich kein Wert an sich. Die Metro Group setzt auf profitables Wachstum und die organische Expansion erfolgreicher Handelskonzepte. Diese Strategie werden wir auch in Zukunft konsequent verfolgen.

Besonders in Osteuropa und Asien öffnen sich attraktive Wirtschaftsräume, in denen wir Chancen zu organischem Wachstum haben. In diesen Ländern ist eine Expansion mit verhältnismäßig geringer Kapitalintensität möglich.

Die Fragen stellte Christoph Schlautmann.

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