Größte Rinder-Ranch der Welt Australiens reichste Frau und das liebe Vieh

Seite 3 von 4:
Australien verschifft 1,2 Millionen lebende Rinder im Jahr

Heute hält Hancock Prospecting unter anderem Schürfrechte für einige der größten Erzreserven der Welt. Gina Rinehart kontrolliert 50 Prozent der von Rio Tinto betriebenen Eisenerzmine Hope Downs. 30 Millionen Tonnen Eisenerz pumpt die Anlage jährlich auf die Weltmärkte. „Wie ein Wasserhahn, aus dem Dollarnoten fließen“, meint ein Branchenkenner.

Und jetzt Steaks? Eine Expansion in die Fleischindustrie ist die logische Konsequenz zweier fundamentaler Entwicklungen, sagen Analysten: zum einen der Rückgang des Rohstoffbooms und zum anderen die global steigende Nachfrage nach tierischem Eiweiß. Der Schlüssel zu einer der größten wirtschaftlichen Chancen, die das Land habe, liege im „einfachen australischen Bauernhof“, analysiert Hannah Bretherton von der Denkfabrik China Matters die Situation und ergänzt: „Wir können von Gina Rinehart lernen“. Die Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsfrau und dem Schanghaier Unternehmen sei symbolisch für die „Bewegung weg von Energieträgern“ wie Kohle und anderen mineralischen Ressourcen. Shanghai CRED ermögliche der Geschäftsfrau einen direkten Weg in einen der weltweit attraktivsten Wachstumsmärkte für Agrarprodukte.

Giganten auf dem Acker
Beetformer GF800
1 von 8

Das Modell der Firma Grimme, dem Spezialisten rund um Kartoffeln. Die Vorbereitung des Bodens, die Separierung, ist wichtig. Denn Beimengungen wie Steine können  im Kartoffelbau den gesamten Produktionsablauf stören, und die Flächenleistung der Erntemaschinen verringern.

GF800
2 von 8

Die Dammfräse bearbeitet intensiv den Boden und zerkleinert lästige Kluten. Diese entstehen, wenn die Erde bei der Bearbeitung zu feucht war. Mithilfe der Maschine wird die nun lockere Erde zu einem Damm aufgebaut.

Mähdrescher W650 von John Deere
3 von 8

Der amerikanische Landmaschinenhersteller liefert unter anderem Traktoren und Mähdrescher in alle Länder der Welt.

Tucano 420 der Firma Claas
4 von 8

Die Erntemaschine gilt als Einstiegsmodel; das APS Dreschsystem zeichnet sich durch einen Vorbeschleuniger im Dreschwerk aus. Dadurch wird eine Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent gegenüber herkömmlichen Dreschwerken erreicht. Das Modell verfügt nach Unternehmensangaben über ein Korntankvolumen von 7500 Liter; es arbeitet mit einer Maximalleistung von 238 PS.

Claas
5 von 8

Vier Mähdrescher von Claas auf einem Feld in Angerbach, Sachsen.

New Holland
6 von 8

Ein Traktor des Produzenten New Holland, der zur Unternehmensgruppe CNH Industrial gehört, auf der Teststrecke.

Fendt 900 Vario
7 von 8

Der Traktor der Baureihe gehört im Segment über 200 PS zu den Marktführern. Fendt gehört seit 1997 zur AGCO-Corporation, einem der weltweit größten Hersteller und Anbieter von Traktoren und Landmaschinen.

Dass Rinehart den richtigen Geschäftssinn hat, bestätigen mehrere Analysen. Die Landwirtschaft habe der australischen Handelskammer zufolge von allen Wirtschaftszweigen Australiens den größten Wettbewerbsvorteil. Zwar hat Australien schon seit vielen Jahren eine stetig wachsende Fleisch- und Lebendvieh-Exportindustrie. 74 Prozent der im vergangenen Jahr produzierten 4,4 Millionen Tonnen Rindfleisch im Wert von 8,5 Milliarden australischen Dollar wurden in 84 Länder exportiert. Zusätzlich verschiffte Australien 1,2 Millionen lebende Rinder im Gesamtwert von 1,5 Milliarden australischen Dollar. Trotzdem deckt das Land bisher erst vier Prozent des weltweiten Konsums von Rindfleisch.

Gleichzeitig steigt vor allem in den Wachstumsländern Asiens die Nachfrage. Allen voran in China, wo eine schnell expandierende Mittelschicht Lust auf Konsumprodukte und Nahrungsmittel entwickelt, von denen frühere Generationen nur träumen konnten.
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich chinesische Investoren für die „Farm Australien“ interessieren. Joel Chang von der chinesischen Investmentfirma Genius Link Group zufolge hat China rund 1,4 Millionen Rinder oder 350.000 Tonnen an Fleisch zu wenig, um den Bedarf decken zu können.

Doch damit Australien eine „Futterkrippe für die Welt“ werden kann, wie dies einigen Politikern vorschwebt, muss erst viel Geld in Infrastruktur, Logistik und Dienstleistungen investiert werden. Laut der australischen Handelskammer braucht der Agrarsektor zwischen 2015 und 2050 eine Kapitalspritze von etwa einer Billion australischen Dollar. Nur gerade 150 Milliarden würden wohl aus Australien kommen, so die Bank ANZ. Chinesische Investoren hätten die Mittel, um den Rest aufzubringen.

Von Pferdelasagne und Ehec-Sprossen
2017: Läusegift auf Eiern
1 von 13

Der Skandal um möglicherweise mit dem Insketizid Fipronil belastete Eier beschäftigt Deutschland in diesem Sommer. Inzwischen sei von zwölf betroffenen Bundesländern auszugehen, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Fipronil war über das Anti-Läusemittel Dega-16 in die Eier gelangt. Das Mittel beruht eigentlich nur auf ätherischen Ölen wie Menthol und Eukalyptus. Vermutlich hatte ein belgischer Hersteller Fipronil beigemischt, obwohl das Mittel für die Geflügelzucht verboten ist. Aldi nahm unterdessen sämtliche Eier aus dem Verkauf.

2016: Plastik im Schokomantel
2 von 13

Abermillionen Schokoriegel mussten in die Werkstatt – sozusagen. Nachdem eine Kundin in einem Mars-Riegel auf ein Stück Plastik gebissen hatte, begann der Hersteller mit einer gigantischen Rückruf-Aktion. Sie galt für alle Staaten der Europäischen Union, mit Ausnahme von Bulgarien und Luxemburg. Betroffen waren Riegel der Marken Mars und Snickers; zudem alle Produkte der Marke Milky Way Minis und Miniatures sowie mehrere Celebrations-Mischungen mit diesem Mindesthaltbarkeitsdatum.

2016: Glyphosat und Malz, Gott erhalt's
3 von 13

Pro Jahr konsumiert ein Deutscher durchschnittlich 107 Liter Bier. Und damit nicht nur, streng nach dem deutschen Reinheitsgebot, Wasser, Hopfen, Hefe und Malz, sondern auch noch eine gerüttelte Menge Glyphosat – das weltweit meist eingesetzte Pestizid. In deutschen Bieren wurden Mikrogrammwerte deutlich über den Grenzwerten für Trinkwasser gemessen, im krassesten Fall 300-fach über dem Grenzwert. Direkte Gefahr für die Gesundheit besteht allerdings nicht.

2014: Dänischer Wurstskandal erreicht Deutschland
4 von 13

In Dänemark stellte sich 2014 heraus, dass Produkte des Wurstherstellers Jørn A. Rullepølser mit Listerien-Bakterien verseucht waren. Listerien sind für gesunde Menschen in aller Regel ungefährlich, allerdings ein Risiko für immungeschwächte Personen und schwangere Frauen. In Dänemark starben innerhalb von 30 Tagen zwölf Menschen, 15 weitere erkrankten. Der Betrieb wurde geschlossen, die Produkte zurückgerufen. 160 Kilogramm waren auch an einen deutschen Supermarkt in Schleswig-Holstein an der dänischen Grenze gegangen – sie waren bereits verkauft, bevor sie sichergestellt worden konnten. Verbraucher wurden gebeten, die Wurst zu vernichten oder zurückzugeben.

2014: Käse mit Coli
5 von 13

Das Unternehmen Vallée-Verte rief die zwei Käsesorten „Saint Marcellin“ und „Saint Felicien“ zurück. In den Produkten der französischen Käserei Fromageries L'Etoile wurden Coli-Bakterien nachgewiesen. Diese können innerhalb einer Woche nach Verzehr zu teils blutigem Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen sowie Fieber führen. Gerade bei Kindern besteht außerdem die Gefahr von Nierenkomplikationen.

2014: Von wegen Edel-Hähnchen
6 von 13

2014 deckte die „Zeit“ auf: Das Neuland-Gütesiegel, gegründet vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem deutschen Tierschutzbund und der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft, als ganz besonderes Qualitätssiegel hielt bei Brathühnchen nicht so ganz, was es versprach. Eigentlich sollten Neulandtiere aus Freilandhaltung stammen, gefüttert mit Körnern aus der Region. Tatsächlich stammen in Norddeutschland viele Tiere aus einem ganz gewöhnlichen industriellen Schlachtbetrieb in Niedersachsen.

2013: Pferd in der Lasagne
7 von 13

Zusammen mit der Ehec-Epidemie wohl der aufsehenerregendste Lebensmittel-Skandal der vergangenen Jahre: 2013 stellte sich heraus, das Rindfleisch in mehreren Fertiglasagnen aus der Tiefkühlung war eigentlich Pferd. Im Anschluss wurden in Labortests rund 70 Fälle von falsch etikettierten Fertigprodukten nachgewiesen. Die größte Menge an Pferdelasagne gab es in Nordrhein-Westfalen mit 27 Fällen, gefolgt von Hessen (13), Baden-Württemberg (8) und Bayern (8). Weitere betroffene Länder waren Mecklenburg-Vorpommern (5), Brandenburg (4) und Hamburg (2).

Doch genau das könnte für die Industrie und vor allem für die Exporteure ein Problem werden. Die Zahl und der Einfluss populistischer, fremdenfeindlicher Gruppen, Parteien und Politiker wachsen auch in Australien. Das Klima für Auslandsinvestitionen im Agrarsektor ist in den vergangenen Jahren kühler geworden. Ein Grund dafür ist, dass in Teilen des Landes chinesische oder Unternehmen aus anderen asiatischen Ländern in Agrargebieten Kohle-Tagebauminen betreiben oder bauen wollen. Dies führt zur Zerstörung einiger der besten landwirtschaftlichen Nutzflächen Australiens, und zur forcierten Umsiedelung Einheimischer.

In vielen ländlichen Gegenden Australiens ist China zu einem Reizwort geworden.

Warnungen als Propaganda
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%