Großaktionär von Air Berlin
Etihad vor Einstieg bei indischer Jet Airways

Der Air-Berlin-Großaktionär Etihad schickt sich an, mit 24 Prozent bei Jet Airways einzusteigen. Der Deal soll schnell über die Bühne gehen, der Aktienkurs der indischen Fluggesellschaft steigt rasant an.
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FrankfurtEin möglicher baldiger Einstieg des Air Berlin-Großaktionärs Etihad hat Jet Airways am Donnerstag durchstarten lassen. Die Aktien der indischen Fluggesellschaft stiegen um bis zu 6,2 Prozent auf 615,65 Rupien (8,60 Euro). Einem Insider der indischen Regierung zufolge könnte ein Deal innerhalb der kommenden zehn Tage perfekt gemacht werden. Geplant sei die Übernahme von 24 Prozent der Jet-Anteile für 15 bis 18 Milliarden Rupien (251 Millionen Euro).

Jet Airways ist die größte private Fluggesellschaft Indiens. Das Unternehmen aus Mumbai verfügt über eine Flotte von 99 Maschinen. In Europa nutzt Jet Brüssel als Knotenpunkt, auch der Flughafen London-Heathrow wird angeflogen. Von Deutschland aus startet die Airline bisher nicht. Jet unterhält Verbindungen nach Indien, aber auch in die USA.

Im Gegenzug brachen die Titel des Jet-Konkurrenten Kingfisher um bis zu 3,6 Prozent ein. Etihad hatte sowohl mit Jet als auch Kingfisher verhandelt, um seine Marktposition auf dem indischen Markt zu stärken. Die arabische Fluggesellschaft bietet bereits mit Jet Verbindungen unter gemeinsamen Flugnummern an.

Der mögliche Etihad/Jet-Deal nährte Börsianern zufolge Hoffnungen auf den Einstieg ausländischer Investoren bei Spice Jet. Deren Aktien stiegen um bis zu 2,9 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 48,20 Rupien.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Tobias Döring, Redakteur Unternehmen, Handelsblatt Online
Tobias Döring
Handelsblatt / Chef vom Dienst

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