Grossaktionäre wollen Unternehmen ganz
Mövenpick soll vom Börsenzettel verschwinden

Die Mövenpick-Grossaktionäre um die deutsche Industriellenfamilie von Finck wollen das Schweizer Traditionsunternehmen komplett übernehmen und von der Börse nehmen.

HB ZÜRICH. Wie die Schweizer Hotel- und Gastronomiegruppe am Donnerstag mitteilte, will die von der Familie beherrschte Carlton-Holding für alle im Streubesitz befindlichen Aktien ein Kaufangebot unterbreiten. Die Carlton-Holding besitzt gemeinsam mit Luitpold von Finck heute bereits knapp 90 Prozent der Stimmrechte und knapp 88 Prozent des Kapitals an der Mövenpick-Holding.

Gemäss Voranmeldung betragen die Angebotspreise 400 sfr pro Inhaberaktie und 94 sfr je Namenaktie der Mövenpick-Holding. Der Angebotsprospekt wird voraussichtlich Anfang Dezember veröffentlicht. Die Mövenpick Gruppe hat laut Reuters-Daten eine Marktkapitalisierung von 250 Mill. Dollar - basierend auf dem Aktien-Schlusskurs von 380,25 sfr vom Mittwoch. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2006 hat das Unternehmen einen Gewinn von 2,3 Mill. sfr eingefahren, nachdem noch im Vorjahr ein Verlust von 3,7 Mill. sfr angefallen war.

Das Schweizer Unternehmen hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: 1992 verkauft Gründer Ueli Prager seine Aktienmehrheit an den deutschen Baron August von Finck. Nach einem grundlegenden Konzernumbau tritt Mövenpick seit Anfang dieses Jahrzehnts als dezentralisierte Gruppe mit fünf unabhängigen Bereichen auf: Hotels & Resorts, Gastronomie, Wein, Fine Foods und Mövenpick Produktions AG. 2003 stiess das Unternehmen das traditionelle Eiscremegeschäft an Nestle ab. Mövenpick beschäftigt weltweit knapp 15 000 Mitarbeiter.

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