Großbritannien: Auch Aldi vom Pferdefleischskandal betroffen

Großbritannien
Auch Aldi vom Pferdefleischskandal betroffen

Im Tiefkühlkost-Skandal hat nun auch Aldi in Großbritannien bestätigt, dass als Rindfleisch deklarierte Produkte bis zu 100 Prozent Pferdefleisch beinhalteten. Kriminelle Machenschaften werden nicht ausgeschlossen.

London/DüsseldorfDer Skandal um Pferdefleisch in Tiefkühlgerichten weitet sich immer weiter aus. Wie die britische Zeitung „The Guardian“ am Samstag mitteilte, hat nun auch Aldi eingeräumt, dass als Rindfleisch ausgezeichnete Ware bis zu 100 Prozent Pferdefleisch beinhaltete. Dabei handelte es sich um Tiefkühllasagne und Spaghetti Bolognese der Firma Findus. Die Produkte hat Aldi aus dem Sortiment genommen.

Bereits Mitte Januar hatte der Fund von Pferdefleisch in Tiefkühl-Hamburgern von Supermärkten in Großbritannien und Irland für Verunsicherung bei den Verbrauchern geführt. Angeblich sollten die Hamburger aus 100 Prozent Rindfleisch bestehen. Verkauft wurden die Tiefkühlprodukte in Großbritannien und Irland von großen Supermarktketten wie Aldi, Lidl, Tesco, Iceland und Dunnes.

Der britischen Behörde für Lebensmittelsicherheit FSA zufolge, wiesen Lasagne-Packungen von Findus einen Pferdefleisch-Anteil von bis zu hundert Prozent auf, obwohl auf dem Etikett Rindfleisch angegeben war. Laut eines Findus-Sprechers wurden die Produkte vom französischen Hersteller Comigel geliefert und inzwischen aus dem Handel genommen.

Comigel teilte mit, das Pferdefleisch stamme aus Rumänien. Es sei vom fleischverarbeitenden Unternehmen Spanghero mit Sitz in Südwestfrankreich an Comigel geliefert worden. Die luxemburgischen Gesundheitsbehörden teilten mit, das aus Frankreich stammende Fleisch sei für Comigel von der Firma Tavola mit Sitz in Luxemburg verarbeitet worden.

In Frankreich rief Findus am Freitag drei Tiefkühlprodukte zurück: Bolognese-Lasagne, Hackfleisch-Kartoffelpüree-Auflauf und Moussaka. Von ihnen gehe aber keine Gesundheitsgefahr aus, erklärte das Unternehmen. In Schweden rief Findus nur ein Lasagne-Produkt zurück.

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Auch in Deutschland hat der Skandal Folgen

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