Großbritannien: Auch Aldi vom Pferdefleischskandal betroffen

Großbritannien
Auch Aldi vom Pferdefleischskandal betroffen

Im Tiefkühlkost-Skandal hat nun auch Aldi in Großbritannien bestätigt, dass als Rindfleisch deklarierte Produkte bis zu 100 Prozent Pferdefleisch beinhalteten. Kriminelle Machenschaften werden nicht ausgeschlossen.
  • 14

London/DüsseldorfDer Skandal um Pferdefleisch in Tiefkühlgerichten weitet sich immer weiter aus. Wie die britische Zeitung „The Guardian“ am Samstag mitteilte, hat nun auch Aldi eingeräumt, dass als Rindfleisch ausgezeichnete Ware bis zu 100 Prozent Pferdefleisch beinhaltete. Dabei handelte es sich um Tiefkühllasagne und Spaghetti Bolognese der Firma Findus. Die Produkte hat Aldi aus dem Sortiment genommen.

Bereits Mitte Januar hatte der Fund von Pferdefleisch in Tiefkühl-Hamburgern von Supermärkten in Großbritannien und Irland für Verunsicherung bei den Verbrauchern geführt. Angeblich sollten die Hamburger aus 100 Prozent Rindfleisch bestehen. Verkauft wurden die Tiefkühlprodukte in Großbritannien und Irland von großen Supermarktketten wie Aldi, Lidl, Tesco, Iceland und Dunnes.

Der britischen Behörde für Lebensmittelsicherheit FSA zufolge, wiesen Lasagne-Packungen von Findus einen Pferdefleisch-Anteil von bis zu hundert Prozent auf, obwohl auf dem Etikett Rindfleisch angegeben war. Laut eines Findus-Sprechers wurden die Produkte vom französischen Hersteller Comigel geliefert und inzwischen aus dem Handel genommen.

Comigel teilte mit, das Pferdefleisch stamme aus Rumänien. Es sei vom fleischverarbeitenden Unternehmen Spanghero mit Sitz in Südwestfrankreich an Comigel geliefert worden. Die luxemburgischen Gesundheitsbehörden teilten mit, das aus Frankreich stammende Fleisch sei für Comigel von der Firma Tavola mit Sitz in Luxemburg verarbeitet worden.

In Frankreich rief Findus am Freitag drei Tiefkühlprodukte zurück: Bolognese-Lasagne, Hackfleisch-Kartoffelpüree-Auflauf und Moussaka. Von ihnen gehe aber keine Gesundheitsgefahr aus, erklärte das Unternehmen. In Schweden rief Findus nur ein Lasagne-Produkt zurück.

Seite 1:

Auch Aldi vom Pferdefleischskandal betroffen

Seite 2:

Auch in Deutschland hat der Skandal Folgen

Kommentare zu "Auch Aldi vom Pferdefleischskandal betroffen"

Alle Kommentare
  • @ lolom
    Ganz recht,man kann sich auf nichts bei uns verlassen,
    denn die Agrarministerin ist in erster Linie der CSU,ihren bayrischen Bauern und dann den übrigen Landwirten verbunden. Dass sie auch für Verbraucherschutz zuständig ist, ist und bleibt falsch,
    denn die beiden Ämter sind nicht kombinierbar. Die Verbraucher werden immer wieder hinters Licht geführt,
    sei es bei Wildgulasch bestehend aus vergammeltem Hirsch und Kanguruhfleisch aus Australien, oder mit sonstigen "Köstlichkeiten". Natürlich ist Pferdefleisch nicht schlecht, aber es muss richtig deklariert ,und nicht Katze als Hase verkauft werden. Die Länder haben aus Geldmangel auch richtig ausgedünnt bei Personal für Lebensmittelkontrolle,und man muss eben selbst aufpassen was man wo kauft.

  • wenischer sozialschmarotze bei der tafel dank FOURGIFT this KAMELLE?


    Helau und Alaaf!

    http://uniFRom-polonaise.dynip.name/kostuemverein-bulemie-gliwice.pl.jpg

  • Man sollte zwei Aspekte auseinanderhalten:

    1.) wer falsche Angeben zu Herkunft oder Inhaltsstoffen macht begeht einen Betrug am Konsumenten. Dies gilt auch bei Fertigprodukten. (wobei die Kennzeichnungspflicht in Deutschland mehr als irreführend ist. Haben wir denn keinen Verbraucherschutz*?)

    2.) Pferdefleisch dürfte, wenn man die Qualität betrachtet besser sein als Fleisch von "Hochleistungsmastbetrieben".

  • "...wie soll dann bemerkt werden ob man da vergammeltes Fleisch verkauft? "
    ------------------------
    Die Nase ist nicht nur zum Brille halten da! :-)

  • nur ein narr kann glauben dass nicht auch noch ratten-, mäuse-, od. katzen- und hundefleisch drin ist od war.
    schön wäre es wenn herauskäme dass ein abdecker hier seine abfälle günstig und mit gewinn entsorgte.

  • Wenn man unbemerkt Rindfleisch durch Pferdefleisch ersetzen kann, wie soll dann bemerkt werden ob man da vergammeltes Fleisch verkauft?
    Scheinbar ist auf die Kontrolle null Verlass.
    Das werden Aldi und co jetzt zu spüren bekommen.

  • "Und da (gesunde) Pferde bekanntlich teurer sind als Rinder, gehe ich davon aus, dass man kranke oder bereits tote Pferde verarbeitet hat."
    ------------------------------
    Das ist der Punkt: Evtl. Medikamentenrückstände oder andere Qualitätsmängel, die gesundheitsschädlich sein könnten. Die falsche Deklaration ist schlicht und einfach betrug und sollte Folgen haben!

    "Fleisch stinkt. Jeder der krank ist, hat automatisch eine Abneigung gegen Fleisch. Wie kommt das? "
    ----------------------
    Kurz und knapp: Quatsch! Selbst rohes Fleisch riecht und schmeckt keinesfalls unangenehm, geschweige denn als leckerer, klassischer Braten und kurzgebraten... :-) Wenn's stinkt, ist es schlecht geworden und gehört in den Abfall oder allenfalls in den Hundenapf (manche Hunde lieben es).
    Der Mensch ist und bleibt physiologisch betrachtete ein Omnivore, einem Bären in seinen Ernährungsgewohnheiten nicht unähnlich.

    "Es gibt keinen reellen Grund, Fleisch zu essen."
    ---------------------------
    Doch: Die Vitamin B12 Versorgung und die Verfügbarkeit von Proteinen mit hoher biologischer Wertigkeit. Auch bei schwerer, langandauernder, körperlicher Belastunginsb. bei gleichzeitig großer Kälte, ist fettes Fleisch als Energieträger vorzuziehen.
    Wer kein Fleisch essen will (die gründe seien dahingestellt), muß ungleich mehr Aufwand und Sorgfalt in seine Ernährung stecken (inkl. Nahrungsergänzungsmittel), sonst gibt es Mangelerscheinungen.

  • Hier geht es darum, dass man Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft. DAS ist Betrug! Und nur darum geht es. Hätte mans als Pferd deklariert, wärs ok.
    Und da (gesunde) Pferde bekanntlich teurer sind als Rinder, gehe ich davon aus, dass man kranke oder bereits tote Pferde verarbeitet hat.

  • Es zeigt sich, dass solche Gerichte sowieso nichts taugen, wenn man nichtmal schmeckt, ob man Pferd oder Rind isst. Das wird von Rumänien nach Luxemburg nach Frankreich und dann nach Deutschlang verfrachtet, dazwichen gekocht, gefroren, zermanscht, gemixt. Alt und tot das Zeug, egal ob Rind oder Pferd.

  • Das ist mal wieder ein reiner Luxusskandal. Niemand schadet sich, wer Pferde oder Eselfleisch isst. Das ist kein Gammelfleisch. Wer ab und zu mal in Asien oder Afrika unterwegs ist, dem fällt auf, wie krank unsere westliche Industriegesellschaft ist (isst). Angesichts einer rasant steigenden Weltbevölkerung werden wir uns wohl recht bald von der "igitt igitt" (Un-) Kultur verabschieden müssen.

Serviceangebote