Große Krankenhausträger unter Privatisierungsdruck
Rhön-Klinikum sieht weiteres Wachstumspotenzial

Durchweg positiv ist das Neunmonatsergebnis des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum, denn sowohl Umsatz als auch Gewinn des Konzerns konnten gesteigert werden. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seinen Planungen fest.

HB FRANKFURT. Mit 710 Millionen Euro seien 8,9 Prozent mehr umgesetzt worden als noch vor Jahresfrist, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Freitag mit. Der Konzerngewinn erreichte in den Monaten Januar bis September 55,1 Millionen Euro, ein Plus von 11,8 Prozent.

„Die stabile und erwartungsgemäße Entwicklung der ersten drei Quartale 2003 stärkt die Position und bietet dem Konzern die Plattform für das angestrebte qualitative Wachstum“, hieß es. Für das Gesamtjahr bestätigte Rhön seine Prognose, wonach ein Konzerngewinn von deutlich über 70 Millionen Euro erwartet wird.

Im dritten Quartal sei der Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 Millionen Euro zurückgegangen. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem Aufwendungen zum Schutz der Patienten vor Legionelleninfekten in einer Klinik in Frankfurt/Oder, die Rhön zum 1. Januar 2002 übernommen hatte.

Rhön-Klinikum hatte in der jüngsten Vergangenheit angesichts des zunehmenden Privatisierungsdrucks bei den öffentlichen Krankenhausträgern eine Reihe von Versorgungskliniken übernommen. Die letzten größeren Akquisitionen waren die Übernahmen des Stadtkrankenhauses Cuxhaven sowie des Kreiskrankenhauses Hammelburg und des St. Elisabeth-Krankenhauses in Bad Kissingen. Die Gesamtzahl der Betten sei durch die Zukäufe um 622 auf 8719 gestiegen.

Nach Einschätzungen von Rhön-Klinikum kommen neben den zur Privatisierung angebotenen Landkreis-Versorgungskliniken zunehmend auch große Krankenhausträger unter Privatisierungsdruck. Das berge für Rhön weiteres Wachstumpotenzial.

Der seit dreißig Jahren bestehende Klinikbetreiber war 1988 als Aktiengesellschaft aus der ehemaligen Rhön-Klinikum GmbH hervorgegangen. 1989 war das Unternehmen als erster deutscher Klinikbetreiber an die Börse gegangen.

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