Große Nachfrage
Post baut Luftfracht-Drehkreuz in Leipzig aus

Pakete sollen immer schneller auch international zugestellt werden – die Deutsche Post profitiert davon mit ihrem Luftfracht-Standort in Leipzig. Ein dreistelliger Millionenbetrag soll investiert werden.
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DüsseldorfDie Deutsche Post will wegen der steigenden Nachfrage nach internationalen Expresssendungen die Kapazität ihres Luftfracht-Drehkreuzes bei Leipzig verdoppeln. Der Konzern wolle dazu rund 150 Millionen Euro in den Standort investieren, kündigte der Europa-Chef der Expresssparte DHL, John Pearson, am Dienstag an. Unter anderem soll eine neue Sortierhalle entstehen, rund 150.000 Expresssendungen in der Stunde sollen künftig abgefertigt werden können. Etwa 400 neue Arbeitsplätze sollen dazu geschaffen werden. Der Konzern beschäftigt bereits rund 3500 Menschen an dem Knotenpunkt am Flughafen Leipzig/Halle, über den die Post seit fünf Jahren Sendungen verteilt.

Großkunden des Konzerns könnten mit Hilfe der neuen Kapazitäten auf Wachstumskurs gehen, unterstrich Pearson. Rund 60 Flugzeuge steuern das Luftfrachtdrehkreuz an einem durchschnittlichen Arbeitstag an, wesentlich mehr sollen es aber erst einmal trotz der steigenden Kapazitäten nicht werden, versprach der Manager. Der Konzern wolle vielmehr die Auslastung der Maschinen steigern und größere und modernere Flugzeuge einsetzen.

Die Post verteilte von Leipzig aus Expresssendungen in Europa, aber auch Ziele in Nordamerika und Asien werden angeflogen. Gerade in Asien verzeichnet die Tochter DHL Express rasantes Wachstum. DHL Express hatte im dritten Quartal den operativen Gewinn (Ebit) um knapp 14 Prozent gesteigert. Bei den Investoren kamen die Pläne gut an: Post-Aktien notierten am Morgen im 0,4 Prozent im Plus bei 25,40 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Große Nachfrage: Post baut Luftfracht-Drehkreuz in Leipzig aus"

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  • DHL macht operativ eine guten Job, aber auf Kosten der öffentlichen Finanzen.
    Nicht allein der Förderantrag an das Land Sachsen. Auch die Beschäftigten am Hub Leipzig arbeiten nur im Schnitt 27,5 Stunden pro Wochen. Die Logistik-Löhne sind ohnehin niedrig. Das heißt, alle 3500 Beschäftigten in Leipzig müssen auf Kosten des Steuerzahlers aufstocken. Prima! Als Staatsunternehmen muss DHL keine Umsatzsteuer zahlen. Prima! Die Luftfahrtindustrie ist zudem weitgehend von Steuerzahlungen befreit. Ich empfehle meinen Studenten, zu DHL als Manager zu gehen. Nirgends sonst werden sie so gut gepampert. Wenn mal was schief geht, kann ja die Post das Briefporto erhöhen.
    Prof. Vahrenkamp, Logistic Consulting Berlin

  • Ein Flughafen, wo man den Beteiligten nur viel Erfolg wünschen kann.

    Gute Park- und Shuttle Möglichkeiten
    Ryanair direkt eingebunden
    Gute Erreichbarkeit mit dem Auto

    und nicht dieses hässliche Nachtflugverbot.


    BER sollte eingestellt werden, denn dieser Flughafen ist ausreichen und gut gelegen.

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