Großer Player im privaten Krankenhausmarkt
Fresenius: Aus Schaden klug geworden

Mit der Übernahme des privaten Krankenhausträgers Helios hat Fresenius eine sichere Hand bewiesen. Bislang spielte der Konzern, der vielfältige Produkte und Dienstleistungen des Gesundheitswesens anbietet, im Wachstumssektor der privaten Krankenhäuser eine untergeordnete und zudem eher unglückliche Rolle.

DÜSSELDORF. Die Wittgensteiner Kliniken, mit denen Fresenius 2001 in dieses Geschäft einstieg, gelten nicht gerade als Erfolgsmodell. Der neue Zukauf macht Fresenius nun auch in dieser Branche zu einem der führenden Anbieter. Entscheidend für den Erfolg der Übernahme wird sein, dass Fresenius das Helios-Management halten kann. Nicht nur, weil in Deutschland erfahrene Klinik-Manager rar sind – dem Führungs-Team verdankt das Helios auch die beachtliche Entwicklung seit 2001, als der Gründer und Gefäßchirurg Lutz Helmig in den Aufsichtsrat wechselte.

Die jeweils mit einstelligen Prozent-Anteilen beteiligten Geschäftsführer haben das Unternehmen auf Wachstumskurs gebracht und dabei konsequenter als mancher Konkurrent eine Strategie verfolgt: große Einrichtungen mit der Kompetenz zur Spitzenmedizin in den Konzern zu holen. Zwar wäre es selbst vom Helios-Management viel verlangt, die Wittgensteiner-Kliniken von heute auf morgen wieder zu füllen. Deren Modell der Rehabilitation auf der grünen Wiese kämpft mit Struktur-Problemen. Kritiker meinen gar, es habe ausgedient.

Doch im Feld der Akutmedizin, die Helios als Kerngeschäft ansieht, haben sich die Manager durch den Betrieb großer Einrichtungen wie der Häuser der Maximalversorgung in Berlin-Buch und des Klinikums Wuppertal einen Namen gemacht. Auf der Kandidaten-Liste der hessischen Landesregierung für die Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen-Marburg dürfte Helios ziemlich weit oben rangieren. Spätestens diese Perspektive rechtfertigt die stolzen 1,5 Milliarden Euro, die die Fresenius AG für Helios zahlte.

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