Großinvestor Carl Icahn
US-Discounter bekämpft Neu-Eigner Icahn

Eine „Giftpille“ soll den US-Einzelhändler vor zu viel Einfluss des Neu-Eigners Carl Icahn schützen. Der Großinvestor ließ nicht lange auf eine Antwort warten, und drohte mit einem weniger freundlichen Dialog.
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New YorkDer US-Einzelhändler Family Dollar rüstet sich gegen Pläne von Neu-Eigner Carl Icahn für eine Fusion mit dem Rivalen Dollar General. Drei Tage nach dem Einstieg des Großinvestors bei Family Dollar kündigte die Discount-Kette am Montag eine Maßnahme an, mit der der Einfluss einzelner Aktionäre begrenzt werden soll.

Diese sogenannte „Giftpille“ sieht vor, dass ein Jahr lang kein Eigner seinen Anteil auf mehr als zehn Prozent ausbauen darf. Damit wolle sich das Direktorium Bedenkzeit für seine Strategien sichern, erklärte Family Dollar. Die Aktien der Discount-Kette Family Dollar schossen am Montag im Handel in New York gut 13 Prozent in die Höhe.

Icahn reagierte prompt und kündigte einen schärferen Ton an. Er hält seit Freitag 9,39 Prozent an Family Dollar und ist damit der größte Aktionär des angeschlagenen Unternehmens. Mit Blick auf die „Giftpille“ sagte er, dies schmälere die Chancen auf einen „freundschaftlichen Dialog“ mit der Leitung von Family Dollar. Seit 2011 gab es immer wieder Spekulationen über einen Zusammenschluss mit Dollar General, wie ihn nun auch Icahn ins Gespräch gebracht hat.

Der Investor kauft immer wieder Anteile von Firmen und setzt das Management dann unter Druck. Bei Apple setzte er sich erfolgreich dafür ein, die Anteilseigner stärker an den riesigen Barmitteln des iPhone-Konzerns zu beteiligen. Bei eBay scheiterte er kürzlich mit seiner Forderung, den Bezahldienst PayPal zu verkaufen oder an die Börse zu bringen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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