Großmärkte: Metro stellt Weichen für Russland-Börsengang

Großmärkte
Metro stellt Weichen für Russland-Börsengang

Der Handelsriese Metro kommt dem Börsengang des Russlands-Geschäfts immer näher. Der Aufsichtsrat stimmte dem Milliardengeschäft nun zu. Das soll dem Wachstum gut tun.
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DüsseldorfDer milliardenschwere Börsengang des russischen Großmarktgeschäfts von Metro soll bis zum Sommer über die Bühne gehen. Der Aufsichtsrat des Handelsriesen habe grünes Licht für die Börsenpläne gegeben, teilte Metro am Montag mit. Damit könnten bis zu einem Viertel der Anteile im Sommer an der Börse gehandelt werden. „Eine Börsennotierung würde dem russischen Großhandelsgeschäft die Möglichkeit geben, sein Wachstumspotenzial zu realisieren“, betonte Aufsichtsratschef Franz Markus Haniel. Metro-Aktien legten um zwei Prozent auf 35,62 Euro zu. „Der Markt scheint es zu lieben“, sagte ein Händler mit Blick auf die Börsenpläne.

Metro will bis zu 25 Prozent der Anteile des Russland-Geschäfts der Großmarktsparte an die Börse bringen. Die Börsennotierung sei - abhängig von den Marktbedingungen - für die erste Jahreshälfte 2014 an der Börse in London geplant, teilte der Konzern weiter mit. Der Anteilsverkauf könnte rund eine Milliarde Euro oder vielleicht sogar etwas mehr in die Kassen des Konzerns spülen: Das gesamte russische Cash & Carry-Geschäft werde mit mindestens vier Milliarden Euro bewertet - Tendenz steigend, hatte es in der Vergangenheit in Finanzkreisen geheißen. Hoffnungen auf Bankenseite, den Börsengang zu begleiten, könnten sich Goldman Sachs und die russische Sberbank machen, hatte es geheißen.

Mit dem frischen Geld neuer Investoren könnte Metro-Chef Olaf Koch das Wachstum des Russland-Geschäfts ankurbeln und als Großaktionär in Zukunft weiter davon profitieren. Die Einnahmen könnte Metro zudem zum Schuldenabbau nutzen, erklärte Aufsichtsratschef Haniel weiter.

Metro betreibt rund 70 Cash&Carry-Großmärkte in Russland, der Jahresumsatz lag in der Vergangenheit bei über vier Milliarden Euro. Das Russland-Geschäft rangiert damit hinter dem deutschen Heimatmarkt zusammen mit Frankreich auf dem zweiten Platz der Cash&Carry-Umsatzbringer, die Gesellschaft ist aber die profitabelste im Großmarkt-Reich des Düsseldorfer Konzerns.

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