Gründerfamilie Kreke
Douglas-Übernahme kurz vor dem Abschluss

Douglas-Gründerfamilie Kreke und Finanzinvestor Advent stehen Medienberichten zufolge kurz vor der Übernahme des Handelskonzerns. Die Verhandlungen mit den anderen Großaktionären seien weit fortgeschritten, hieß es.
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FrankfurtDie Douglas-Gründerfamilie Kreke ist nach Angaben aus Finanzkreisen auf der Zielgeraden für die gemeinsam mit dem Finanzinvestor Advent anvisierte Übernahme des Hagener Handelskonzerns. Die Verhandlungen mit Oetker und dem Drogerieketten-Betreiber Müller über einen Verkauf ihrer Douglas-Anteile von zusammen rund 37 Prozent seien abgeschlossen worden, sagten zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag.

Die Kaufofferte solle bereits am Montag bekannt gegeben werden. Bei Douglas war niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Ein Sprecher der Familie Kreke wie auch Advent lehnten eine Stellungnahme ab.

Sollte sich die Familie Kreke, die bislang mehr als zwölf Prozent an dem Konzern mit seinen Douglas-Parfümerien, Christ-Schmuckhandlungen und den Thalia-Buchläden besitzt, zusammen mit Advent die Anteile der beiden Großaktionäre sichern, müssten sie den restlichen Anteilseignern eine Übernahmeofferte unterbreiten.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" soll der Douglas-Aufsichtsrat am Montag über die Transaktion beraten. Die Familie Kreke, bei der die unternehmerische Führung von Douglas liegt, will dem Magazin zufolge am Ende rund 20 Prozent der Anteile halten, den Rest soll Advent übernehmen.

Bereits seit Jahresbeginn sorgen Übernahmespekulationen bei der im Nebenwerteindex MDax notierten Douglas-Aktie für Bewegung. Auslöser waren die Überlegungen von Douglas-Chef Henning Kreke, das Unternehmen mit seinen rund 24.000 Mitarbeitern, zu dem auch die Süßwarenkette Hussel gehört, mit Hilfe von Finanzinvestoren von der Börse zu nehmen.

Er will die mit der Konkurrenz aus dem Internet kämpfende Buchhandelskette Thalia in Eigenregie sanieren und im Konzern behalten. Kreke setzt dabei auf kleinere Buchhandlungen und will die Filialen besser mit dem Online-Handel verzahnen. Aber das kostet Geld: Abschreibungen und Sanierungskosten haben Douglas in die roten Zahlen gerissen

Advent hat bereits Erfahrung mit Sanierungen und Repositionierungen im Handel. Der Finanzinvestor hatte die Textilkette Takko übernommen und im Februar 2011 an Apax Partners verkauft. Advent ist in Deutschland bislang vor allem im Chemiesektor aktiv. Unter anderem stehen H.C. Starck sowie HT Troplast in ihrem Portfolio.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wäre schade um Thalia! Man verkennt, dass dort ja durchaus auch im Internet Bücher u.a. vertrieben werden. Und ich selbst habe noch wirklich keinen anderen Händler erlebt, bei dem das derart termintreu und ohne jedes Problem vorstatten geht. Hat auch damti zu tun, dass Thalia nicht mit diesen Billiglogistikern arbeitet, die aus Zeitgründen nur an jedes 2. Haus liefern, sondern mit DHL. Also ich habe mit meinem Stammbuchhändler Thalia bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Allerdings drohen natürlich Entwicklungen (siehe Amazon), die Thalia nicht verschlafen darf, wenn ihm das Überleben lieb ist.

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