Gründergeist

Amazon eröffnet Entwicklungszentrum in Berlin

Alle 20 Stunden wird in der Hauptstadt ein neues Start-up gegründet. Von der Berliner „Gründerluft“ will nun auch der Online-Versand-Riese Amazon profitieren – mit einem eigenen Entwicklungszentrum in Mitte.
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Amazon will vom Gründergeist Berlins profitieren, sagt Deutschland-Chef Ralf Herbrich. Quelle: dpa
Start-Up-Hauptstadt

Amazon will vom Gründergeist Berlins profitieren, sagt Deutschland-Chef Ralf Herbrich.

(Foto: dpa)

BerlinAmazon hat einen neuen Deutschland-Standort am Donnerstag in Berlin eröffnet. Im frisch fertiggestellten Entwicklungszentrum in den Krausenhöfen im Berliner Stadtteil Mitte sollen künftig Software-Entwickler, Systemingenieure und Web-Entwickler an neuen Technologien arbeiten. Zur Eröffnung startete das Unternehmen auch seine Amazon Academy. Damit will der Online-Händler eine Plattform für Kunden wie Start-ups und E-Book-Autoren zum Ideenaustausch und zur Entwicklung innovativer Konzepte und neuer Geschäftsmodelle bieten.

Die Digitalisierung habe einen grundlegenden Wandel in allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen in Gang gesetzt, sagte die Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU). Auch Amazon sei heute nicht mehr nur Online-Händler, sondern auch Technologie-Unternehmen und Infrastrukturanbieter. „Die Wertschöpfungsketten werden sich radikal durch die Digitalisierung verändern.“ Auch die Bedürfnisse der Kunden seien im Wandel. Allein in Berlin werde alle 20 Stunden ein neues Start-up gegründet. Das neue Entwicklerzentrum sei ein „klares Bekenntnis zum bundesweiten Digitalstandort Nummer eins“.

Das kaufen die Deutschen im Netz
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Äpfel, Nuss und Mandelkern – kaufen Deutsche übers Internet nur ungern. Bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs sind sie besonders skeptisch. Lediglich 15 Prozent der Befragten haben schon mal derartige Produkte bei Lidl, Rewe und Co. online bestellt. Quelle: Für die Studie hat das Statistische Bundesamt im April und Mai des vergangenen Jahres 12.000 Haushalte und die in diesen Haushalten lebenden Personen befragt.

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Auch bei Telekommunikationsdiensten wie DSL- oder Handyverträgen sind die Deutschen zurückhaltend (25 Prozent).

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Zudem werden Arzneimittel aus Versandapotheken im Internet vergleichsweise wenig nachfragt – 28 Prozent.

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Dagegen haben 31 Prozent der Befragten schon einmal Videospiele, Software, Hardware und anderes Computer-Zubehör im Netz bestellt. Sie eint der neunte Platz in der Rangliste.

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Elektroartikel werden zwar weitestgehend immer noch im Fachmarkt verkauft. Doch 37 Prozent ordern ihre Batterien, Kopfhörer oder Kaffeemaschinen bereits per Mausklick.

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Klassische Videotheken sterben aus. Stattdessen beschaffen sich 38 Prozent der Deutschen ihre Lieblingsfilme sowie Musik online.

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Wer Konzerttickets sucht, schaut häufig im Netz nach. Eintrittskarten für Veranstaltungen ordern bereits 43 Prozent der Deutschen online.

Der neue Standort wolle vom Gründergeist in der Hauptstadt profitieren, sagte Ralf Herbrich, Geschäftsführer des Amazon Development Centers Deutschland. Hier sollen künftig 450 neue Arbeitsplätze entstehen. Im Zentrum der Arbeit sollen Themen wie das Cloud Computing und die intelligenter Analyse großer Textmengen mit Hilfe von Algorithmen stehen. Das europäische Team für das Maschinen-Lernen werde hier in Berlin aufgestellt, sagte Herbig. Ähnliche Teams gebe es noch im indischen Bangalore sowie am Unternehmenssitz in Seattle. Dabei gehe es etwa um bessere Vorhersagen darüber, wie groß beispielsweise in der Modebranche die Nachfrage bestimmter Artikel sein wird oder um die automatische Vernetzung von Menschen und Orten in eBooks.

In der Amazon Academy wolle Amazon erstmals Entwickler, Autoren und Händler, die Services des Unternehmens nutzen, für den Erfahrungsaustausch zusammenführen, sagte Ralf Kleber, Geschäftsführer von Amazon Deutschland. Zu ihnen gehöre etwa die Audio-Plattform Soundcloud oder die selbstpublizierende Autorin Poppy J. Anderson, die über die Amazon-Plattform mehr als eine Million E-Books verkauft habe.

Auch die Fotografen-Plattform EyeEm nutzt die Infrastruktur und die Webservices von Amazon. Über EyeEm können Nutzer ihre Fotos ins Netz laden und teilen und mit verschiedenen Filtern bearbeiten. Für das Auffinden und Sortieren der Fotos sei die dahinter steckende Software in der Lage, Motive etwa nach Blumen, dem Thema Weihnachten, Sommer oder sogar Schönheit zu erkennen, erklärte Ramzi Rizk, Technikchef des Berliner Start-ups. Ohne den Zugriff auf die großen Server-Kapazitäten und Datenbanken von Amazon sei das nicht denkbar.

  • dpa
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