Gründung einer Billigfluglinie in Österreich geplant
Niki Lauda plant Einstieg bei Aero Lloyd

Berichten zufolge plant der frühere Formel-1-Weltmeister Niki Lauda eine Übernahme der Fluggesellschaft Aero Lloyd Austria. Ein Teil der Maschinen soll Kern einer neuen österreichischen Billig-Airline werden.

HB BERLIN. Der einstige Formel-1-Weltmeister und österreichische Unternehmer Niki Lauda plant angeblich einen Einstieg bei dem insolventen Charterflugunternehmen Aero Lloyd. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP am Samstagabend unter Berufung auf Aero Lloyd-Kreise. Lauda sei einer der drei potenziellen Investoren, mit denen der Insolvenzverwalter Gerhard Walter über eine Zukunft für den Ferienflieger verhandelt.

Verhandelt werde außerdem mit Kunden und weiteren Geschäftspartnern der Aero Lloyd, hatte die Charterfluggesellschaft am Samstagnachmittag bestätigt. Mitte kommender Woche sollen «greifbare Ergebnisse» vorliegen, sagte ein Aero Lloyd-Sprecher.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete ebenfalls am Samstag in einer Vorabmeldung, Lauda wolle möglicherweise die Mehrheit der Aero Lloyd Austria übernehmen. Lauda wolle mit bis zu vier Aero-Lloyd-Maschinen zunächst eine österreichische Billig-Airline gründen. Als Kunden seien Gäste von Pauschalreiseveranstaltern wie TUI oder Thomas Cook vorgesehen.

Voraussetzung sei eine Zustimmung des Insolvenzgerichts, hieß es weiter. Die österreichische Tochtergesellschaft der im hessischen Oberursel ansässigen Fluglinie ist von der Insolvenz zumindest vorerst nicht betroffen, weil private österreichische Investoren eine Mehrheitsbeteiligung an ihr halten.

Für Lauda wäre das ein Comeback pünktlich zum Auslaufen einer Wettbewerbsklausel: Wegen wirtschaftlicher Probleme musste Lauda vor drei Jahren alle Anteile an seiner Fluglinie Lauda Air an das Konkurrenzunternehmen Austrian Airlines verkaufen. Damals musste er zusichern, sich bis Ende 2003 nicht im Luftfahrtgeschäft zu betätigen. Derzeit ist er mit der Billig-Autovermietung Laudamotion geschäftlich aktiv.

Aero Lloyd hatte am 16. Oktober überraschend Insolvenz angemeldet. Dieser Schritt war notwendig, nachdem die Bayerische Landesbank ein Sanierungskonzept abgelehnt hatte. Die Landesbank ist Hauptgesellschafter und Geldgeber der fünftgrößten deutschen Chartergesellschaft mit insgesamt 1400 Beschäftigten.

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