Grünes Licht vom Ministerium
Bahn erhöht Ticket-Preise im Nahverkehr

Die Deutsche Bahn darf trotz Protesten ihre Preise im Nahverkehr erhöhen. Damit wird zum 11. Dezember das Zugfahren im Nahverkehr für Millionen Reisende teurer.

HB BERLIN. Das Bundesverkehrsministerium gab der Deutschen Bahn am Mittwoch grünes Licht für die beantragte Anhebung um durchschnittlich 2,6 %. Der Bund hatte das letzte Wort, nachdem mehrere Länder die Anhebung zuvor nicht genehmigt hatten. Letztlich hätten für eine Ablehnung aber keine rechtlichen Gründe vorgelegen, hieß es. Im Fernverkehr steigen die Normalpreise zum 11. Dezember im Schnitt um 2,9 %. Dafür brauchte die Bahn keine Genehmigung einzuholen.

Der bundeseigene Konzern hatte die Preiserhöhungen Ende August mit Verweis auf massiv gestiegene Energiekosten angekündigt. Dies war bei Fahrgastvertretern und in der Politik auf Kritik gestoßen. Konkret werden im Nahverkehr Einzelfahrten und Wochenkarten um 2,9 % teurer, Monatskarten um 2,2 %. Dies gilt für Fahrten außerhalb der Verkehrsverbünde, also etwa eine Fahrt mit dem Regionalexpress von Rostock nach Berlin. Die Preise mehrerer Ländertickets dürfen zudem um bis zu zwei Euro angehoben werden.

Das Bundesverkehrsministerium verwies darauf, dass die inhaltliche Gestaltung der Tarife zu den „rein unternehmerischen Aufgaben“ der Bahn gehöre. Dazu gehörten unter anderem auch „deren Zweckmäßigkeit und Kundenfreundlichkeit“. Der Bund habe keine Möglichkeit hierbei einzugreifen. Die Länder, die dies aus Gründen der Daseinsvorsorge tun könnten, hätten es nicht getan, sondern die Lösung des Problems an den Bund abgeschoben. Die Länder hätten zudem in ihrer eigenen Zuständigkeit Preiserhöhungen von Verkehrsverbünden genehmigt, die deutlich höher seien als bei der Deutschen Bahn.

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