Günstigere Tarife als bei der Post
Briefdienstleister PIN plant Expansion

Der private Briefdienstleister PIN will bis Frühjahr 2007 den Aufbau seines bundesweiten Zustellnetzes abgeschlossen haben. Überdies stellt man sich auf ein kräftiges Wachstum ein.

HB FRANKFURT/MAIN. In diesem Jahr soll sich die Zahl der beförderten Sendungen auf 400 Millionen verdoppeln, im kommenden Jahr sind bereits 800 Millionen Sendungen eingeplant, wie das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte. Der Umsatz soll 2006 bei 200 Millionen liegen und bereits im Jahr 2010 die Milliarden-Marke überschreiten. PIN ist nach eigenen Angaben bereits in ganz Deutschland bis auf die mit einer 7 oder 8 beginnenden Postleitzahlbezirke vertreten.

Das Unternehmen war im Oktober 2005 durch die Verlage Springer, Holtzbrinck und WAZ sowie die Beteiligungsgesellschaft Rosalia gegründet worden. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Luxemburg und zählt zur Zeit rund 3700 Mitarbeiter. Zuletzt hatte PIN auch die zur Verlagsgruppe Madsack gehörende Citipost übernommen und hatte sich mit der West Mail, einem gemeinschaftlichen Unternehmen von DuMont Schauberg, der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft und W. Girardet, zusammengetan.

Das Porto bei PIN ist nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Günter Thiel etwa 20 bis 25 Prozent günstiger als bei der Deutschen Post. „Wir nutzen die logistische Kompetenz der Verlage“, sagte Thiel. Deshalb würde vor allem im ländlichen Raum Zeitungszusteller auch normale Post verteilen. Den Briefmarkt bezeichnete der Vorstandsvorsitzende auch in Zeiten von Internet und E-Mail als stabil. Vor allem von Werbepost verspreche er sich einen wachsenden Markt. Dieses Jahr werde noch mit einer schwarzen Null unter dem Strich gerechnet, 2008 soll an die Eigentümer erstmals ein Gewinn ausgeschüttet werden.

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