Gute Zwischenbilanz
Hornbach behauptet sich im Baumarkt-Preiskampf

Deutschlands viertgrößte Baumarkt-Kette Hornbach hat dem harten Preiskampf in der Branche getrotzt. Weil das Unternehmen höhere Handelsspannen durchsetzen konnte, stieg auch der Gewinn in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres. An Übernahmen in der Branche will man sich aber nicht beteiligen.

HB FRANKFURT. Das Unternehmen habe Produkte, an denen es wenig verdient, durch Ware mit höherer Marge ersetzt, sagte Finanzchef Roland Pelka am Donnerstag in Frankfurt. Zudem habe Hornbach etwa auf Grund seiner Zusammenarbeit mit dem britischen Handelskonzern und Großaktionär Kingfisher in Asien billiger eingekauft.

Zu der Gewinnsteigerung um ein Drittel auf 54 Mill. Euro in den sechs Monaten bis Ende August trugen auch gesenkte Kosten und ein Umsatzanstieg um flächenbereinigt 1,6 Prozent auf knapp 1,4 Mrd. Euro bei. Im Inland schrumpften aber die Umsätze.

Das seit vier Jahrzehnten aus eigener Kraft wachsende Unternehmen will in der erwarteten Übernahmewelle in der Branche keine aktive Rolle spielen. „Akquisitionen kommen für uns nicht in Frage“, sagte Vorstandschef Albrecht Hornbach. „Die Baumärkte der Konkurrenz passen nicht zu uns, da sie im Schnitt nur halb so groß sind wie unsere.“ Es habe auch noch keine Angebote von Firmen gegeben, die die mehrheitlich in Familienbesitz befindliche Hornbach AG kaufen wollten. „Wir wollen eigenständig bleiben“, sagte Albrecht Hornbach. Vor wenigen Wochen hatte der Branchenzweite Praktiker den Hamburger Konkurrenten Max Bahr gekauft.

Hornbach will seine flüssigen Mittel und Kreditlinien von zusammen 700 Mill. Euro lieber in die Auslandsexpansion stecken. In den kommenden beiden Geschäftsjahren sollen 17 neue Märkte eröffnen. Der Auslandsanteil am Umsatz soll sich um vier Prozentpunkte auf 40 Prozent erhöhen.

Für das flächenbereinigt um 0,7 Prozent geschrumpfte Inlandsgeschäft sieht Hornbach von 2007 an wieder eine Wachstumsperspektive. Den Marktanteil in Deutschland will die Firma auch mit der Eröffnung weiterer Märkte bis 2009 auf zehn von acht Prozent steigern.

Für das laufende Geschäftsjahr (per Ende Februar) geht das Unternehmen unverändert von einem prozentual einstelligen Umsatzzuwachs und einem dazu überproportionalen Gewinnanstieg aus. Ab 2007/08 sei dank der neuen Märkte mit einem Umsatzplus von mehr als zehn Prozent zu rechnen, sagte Hornbach.

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