Guter Start ins Jahr 2007
Bahn bleibt auf Wachstumskurs

Nach Rekordzahlen 2006 ist die Deutsche Bahn auch zu Beginn dieses Jahres auf Wachstumskurs. Im Januar und Februar erreichte das bundeseigene Unternehmen 4,86 Mrd. Euro Umsatz. Eine Unternehmenstochter legte besonders kräftig zu – und schloss den Zukauf größerer Unternehmen nicht aus.

HB BERLIN. wie Bahnchef Hartmut Mehdorn am Mittwoch bei einem Redaktionsbesuch der dpa in Berlin sagte. Das ist ein Plus von knapp 300 Mill. Euro oder 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Wir sind gut gestartet“, sagte Mehdorn. Eine erste Schätzung für März zeige eine Fortsetzung des positiven Trends. Einen überproportionalen Anteil an der Steigerung hatte die Logistiksparte.

Die Bahn verbesserte auch die Verkehrsleistung, die an der zurückgelegten Strecke von Personen und Gütermengen gemessen wird. Sie erhöhte sich im Personenverkehr um 3,0 Prozent und im Schienengüterverkehr um 5,9 Prozent. „Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Aber wir sind gut unterwegs, weil wir die Hausaufgaben bei den Strukturen gemacht haben“, sagte Mehdorn.

Die Sparte Logistik erhöhte ihre Erlöse in den ersten beiden Monaten des Jahres um 26 Prozent von 2,3 Mrd. auf 2,9 Mrd. Euro, teilte Bahn-Logistik-Chef Norbert Bensel mit. Das hohe Wachstum ergibt sich auch dadurch, dass der übernommene US- Logistiker Bax noch nicht vollständig in den Vergleichszahlen berücksichtigt war.

Vor allem der Spediteur Schenker als Teil der Logistiksparte expandierte 2006 kräftig. Im vergangenen Jahr wuchs Schenker, das die Bahn 2002 zurückgekauft und vom Aktienmarkt genommen hatte, wegen des Zukaufs des US-Spediteurs Bax um mehr als 20 Prozent - „organisch“ - also Bax herausgerechnet - „leicht über zehn Prozent“, wie Finanzvorstand Marco Schröter berichtete. Der Umsatz lag bei knapp 18 Mrd. Euro. Die Zahlen für das erste Quartal 2007 wiesen in dieselbe Wachstums-Richtung, und es spreche nichts dagegen, dass das 2008 weiter gehe, sagte Schröter. Das Ergebnis (EBIT) stieg von 259 auf 345 Euro im operativen Geschäft.

Die Schenker will in diesem und auch im nächsten Jahr weiter zweistellig wachsen. Der für Transport und Logistik zuständige Bahnvorstand Norbert Bensel schloss am Mittwoch in Berlin den Zukauf auch größerer Unternehmen nicht aus, nannte aber keine Details. Auch der Kauf einer ehemaligen osteuropäischen Staatsbahn „ist für mich denkbar“, sagte er. Gerüchteweise wird zurzeit die ungarische Bahn MAV als Objekt der Deutsche-Bahn-Begierde gehandelt.

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