Hafenbetreiber
HHLA liegt im Trockendock

In der Logistikbranche weht derzeit ein rauer Wind, erstrecht in der Seefahrt. Kein Wunder, dass der Hamburger Hafenkonzern HHLA im ersten Quartal mit einem sinkenden Gewinn fertig werden muss. Das hat auch Folgen für die Belegschaft.

HB FRANKFURT. Der Hamburger Hafenkonzern HHLA hat im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinneinbruch verbucht. Bisher gebe es keine Hinweise auf eine Trendwende, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Freitag mit. Die HHLA hält daher an der Jahresprognose eines deutlich zweistelligen Rückgangs bei den Umschlag- und Transportmengen sowie einem signifikant niedrigeren Umsatz und Ergebnis fest. Dank der Kostenkur und der Investitionsstreckung stellt die HHLA jedoch ein deutlich positives operatives Ergebnis in Aussicht.

In der zweiten Jahreshälfte will die HHLA mit Kurzarbeit gegensteuern. Darüber hinaus werden die Investitionsausgaben weiter der Wirtschaftsentwicklung angepasst. Investitionen in langfristiges Wachstum und zur Effizienzsteigerung werden fortgeführt, Investitionen zur Kapazitätssteigerung dagegen gestreckt und verschoben.

Die Aktie stieg im frühen Handel um zwei Prozent auf 27,54 Euro. Die Umsätze seien etwas schwächer als erwartet ausgefallen, der Gewinn habe hingegen die Erwartungen übertroffen, sagte ein Händler. Ein weiterer Marktteilnehmer verwies auf den bestätigten Ausblick.

„Die HHLA hat trotz eines scharfen Einbruchs der Umschlag- und Transportmengen die Rückgänge beim Umsatz in Grenzen gehalten, ein respektables Ergebnis erzielt und die Politik einer soliden Bilanzstruktur fortgeführt. Wesentlich dazu beigetragen haben die kurzfristig umgesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung“, sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters.

Der Umsatz sank konzernweit von 320,8 auf 256,5 Mio. Euro. Gerade diejenigen Märkte, die in den letzten Jahren das Wachstum getragen hatten, verzeichneten jetzt überdurchschnittliche Einbrüche (Zubringerverkehre im Ostseeraum, Überseeverkehre mit Fernost, Hinterlandverkehre mit Mittel- und Osteuropa). Wegen hoher Fixkosten bei einem gesunkenen Umschlagvolumen schrumpfte der operative Gewinn (EBIT) von 92,6 auf 51 Mio. Euro. Unter dem Strich brach der Überschuss von 59,6 auf 29,5 Mio. Euro ein.

Ohne das Immobiliengeschäft sank der Umsatz der Hafenlogistik von 314,3 auf 249,4 Mio. Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 255 Mio. Euro gerechnet. Das EBIT schrumpfte von 90 auf 47,8 Mio. Euro. Der Überschuss nach Anteilen Dritter schmolz von 42 auf 18,7 Mio. Euro.

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