Hafengesellschaft HHLA
Branchenwachstum begünstigt Verkauf

Der geplante Verkauf der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) rückt näher. Die bevorstehende Privatisierung der HHLA kommt zu einem günstigen Zeitpunkt. Denn der Seeverkehr in Deutschland boomt. Im Januar will die Stadt Hamburg über Börsengang ihrer Logistikgesellschaft entscheiden.

HAMBURG. „Die Stadt als Eigentümerin wird im Januar entscheiden, ob sie Teile der HHLA an die Börse bringt oder an einen Investor verkauft“, erklärte HHLA-Vorstandschef Klaus-Dieter Peters. Der Stadt Hamburg gehören alle Anteile an der HHLA.

Am Montag wird die städtische Beteiligungsgesellschaft HGV Anzeigen schalten, um das Interesse von potenziellen Investoren auszuloten, erklärte ein Sprecher der Hamburger Finanzbehörde. Begleitet wird der Verkauf von KPMG sowie der Kanzlei Freshfields. Der Stadt wolle aber auf jeden Fall die Mehrheit an der HHLA behalten. Die Hafengesellschaft selbst hatte sich unlängst für einen Börsengang ausgesprochen.

Noch vor einigen Monaten hatte sich der Hamburger Senat bemüht, die Deutsche Bahn als möglichen Käufer für Teile der HHLA zu gewinnen. Doch der Plan ging schief.

Die bevorstehende Privatisierung der HHLA kommt zu einem günstigen Zeitpunkt. Denn der Seeverkehr in Deutschland boomt. „Der Güterumschlag auf deutschen Seehäfen wird in den nächsten Jahren bis zu acht Prozent pro Jahr zulegen“, meint Detthold Aden, Präsident des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Für 2006 erwartet der Verbandschef beim Güterverkehr einen Zuwachs um rund sechs Prozent auf 299 Mill. Tonnen. Darin enthalten seien Schütt- und Stückgüter sowie Container.

Besonders deutlich werde vor allem der Containerverkehr in Deutschland zulegen. Hier rechnet Aden branchenweit mit Wachstumsraten von jährlich bis zu zwölf Prozent. Ein Grund hierfür seien die zunehmenden Verkehre zwischen Europa und Asien. „Wir sind die Gewinner der Globalisierung, dass muss man ganz klar sehen“, so Aden. Über die Seehäfen würden 95 Prozent der Waren in Deutschland im- und exportiert. Der Rest erfolge über Luftfracht. Die Hafenwirtschaft beschäftigt rund 300 000 Menschen.

Um das weitere Wachstum der Häfen zu sichern, müssten aber die seewärtigen Zufahrten und die Hinterlandverkehre ausgebaut werden. „Wir sind auf einem guten Weg, weil die 17 vordringlichsten Projekte bereits im Investitionsrahmenplan bis 2010 stehen“, sagte Aden. So seien für die Häfen Hamburg und Bremerhaven die Planverfahren für die Vertiefungen der Unterelbe sowie der Außen- und Unterweser eingeleitet. Wenn alles planmäßig läuft, sollen die Bauarbeiten 2008 beginnen. Andere Maßnahmen wie die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck seien in Bau.

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