Hafenkonzern HHLA

Kräftiges Gewinnplus zu Jahresbeginn

HHLA hat allen Grund optimistisch in die Zukunft zu schauen: Der Hamburger Hafenkonzern konnte seinen Gewinn deutlich steigern. Grund dafür ist vor allem das deutliche Plus im Containerumschlag.
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Betreiber HHLA konnte seinen Gewinn dank deutlichem Plus im Containerumschlag kräftig steigern. Quelle: dpa
Hamburger Hafen

Betreiber HHLA konnte seinen Gewinn dank deutlichem Plus im Containerumschlag kräftig steigern.

(Foto: dpa)

HamburgDer Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA hat den Gewinn kräftig gesteigert und blickt optimistisch in die Zukunft. Der Betriebsgewinn stieg zu Jahresbeginn um gut zehn Prozent auf 45,2 Millionen Euro, wie der das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dazu trug vor allem ein deutliches Plus im Containerumschlag bei. In den ersten drei Monaten kletterte die Zahl der an den Kaimauern bewegten Stahlboxen um 10,3 Prozent auf 1,8 Millionen Stück. Dabei profitierte die HHLA nach eigenen Angaben vor der Erholung im Warenverkehr mit Asien und einem deutlichen Anstieg der Zubringerverkehre (Feeder) mit den Ostseehäfen.

Die jüngst erhöhten Geschäftsziele bekräftigte Vorstandschefin Angela Titzrath. Demnach erwartet der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik einen Betriebsgewinn in der oberen Hälfte der Spanne zwischen 125 und 155 Millionen Euro erwartet. Genauer will sich die HHLA nicht festlegen, weil das Geschäft derzeit starken Schwankungen ausgesetzt ist. Grund sind die im April gestarteten Allianzen der großen Containerreedereien, bei denen noch nicht alles rund läuft.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

Bisher war die HHLA in der Hafenlogistik von einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 115 bis 145 Millionen Euro ausgegangen. Der Konzern, zu dem auch das Immobiliengeschäft zählt, erwartet ein Ebit zwischen 140 und 170 Millionen Euro, auch hier in der oberen Hälfte der Spanne. Mögliche Einmalbelastungen von 15 Millionen Euro sind in der Prognose allerdings nicht berücksichtigt.

Titzrath sieht die HHLA gut aufgestellt für die Konkurrenz mit den anderen Nordseehäfen. „Dazu trägt auch bei, dass die Verhandlungen mit den Reedereien über neue Fahrpläne bisher erfolgreich verliefen“, sagte die seit Jahresanfang amtierende Konzernchefin. „Wir gehen davon aus, dass wir für unsere Containerterminals eine stabile Nachfrage unserer Kunden sichern konnten.“ Bisher war befürchtet worden, die neuen Allianzen der Containerlinien wegen der Hängepartie bei der Elbvertiefung verstärkt andere Häfen anfahren.

An der Börse kam der Optimismus gut an: Die HHLA-Aktie legte zeitweise um rund vier Prozent zu.

  • rtr
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