Hafenkonzern
Konjunkturabschwung setzt HHLA zu

Die Zahl der an Kaimauern bewegten Container hat abgenommen. Das bekommt bekommt der Logistikkonzern HHLA zu spüren, der Umsatz sank um fünf Prozent. Trotzdem schlägt sich der Konzern besser als die Konkurrenz.
  • 0

Hamburg Der Konjunkturabschwung setzt dem Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA immer stärker zu. Während die Zahl der an den Kaimauern bewegten Container zu Jahresbeginn noch um 4,7 Prozent gestiegen war, legte sie nach Angaben vom Dienstag von April bis Juni nur noch um 1,5 Prozent auf 1,8 Millionen Boxen zu.

"Die Umschlagdynamik auf den HHLA-Container-Terminals in Hamburg und Odessa hat sich im Verlauf des ersten Quartals abgeschwächt," erklärte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters anlässlich der Zwischenbilanz zur Jahresmitte. Damit habe sich die HHLA jedoch erneut besser geschlagen als die Konkurrenz in Antwerpen, Rotterdam und Bremerhaven und Marktanteile gewonnen.

Für den schleppenden Geschäftsverlauf in Hamburg machte der Vorstand neben der schwächeren Konjunktur erneut auch die Verzögerungen bei der Elbvertiefung verantwortlich. Zudem hätten Kosten für die Modernisierung des Containerterminals Burchardkai das Ergebnis belastet.

Dank des Konzernumbaus steigerte der Eurogate -Rivale den Betriebsgewinn leicht um 1,2 Prozent auf 94 Millionen Euro. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 566 Millionen Euro, weil sich die HHLA von dem Verlustbringer Transfracht getrennt hat, der nun ganz zur Deutschen Bahn gehört.

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik steigerte den Betriebsgewinn um 24 Prozent auf 57,1 Millionen Euro. Damit übertraf die HHLA die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt nur knapp 46 Millionen erwartet hatten. An der herabgesetzten Prognose für den Konzern hielt das Management fest. Demnach erwartet die HHLA im Gesamtjahr bei einem Umsatz in der Größenordnung von 1,1 Milliarden Euro einen Betriebsgewinn in einer Spanne zwischen 170 und 190 Millionen Euro.

Die HHLA hatte die Geschäftsziele wegen des Konjunkturabschwungs jüngst zum zweiten Mal binnen weniger Wochen nach unten korrigiert. Erst im Mai hatte der Konzern die zunächst angepeilte

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Hafenkonzern : Konjunkturabschwung setzt HHLA zu"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%