Hafenkonzern
Ukraine-Krise schlägt HHLA ins Kontor

Gewinnrückgang um 5,5 Prozent: Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA leidet unter rückläufigen Zubringerverkehren in Osteuropa. Die Jahresprognose soll aber bestehen bleiben.
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DüsseldorfDer Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA hat die Ukraine-Krise im ersten Halbjahr deutlich zu spüren bekommen. Am Terminal am Schwarzmeerhafen Odessa sei der Umschlag um ein Viertel zurückgegangen, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag. Und erstmals seit 2009 seien auch die Zubringerverkehre über die Ostsee nach Russland rückläufig gewesen.

Gutgehende Geschäfte in Fernost konnten zwar die Einbußen bei Umsatz und operativem Ergebnis mehr als wettmachen. Unter dem Strich sank der Gewinn des Konzerns jedoch um 5,5 Prozent auf 44 Millionen Euro, weil die schwache ukrainische Währung auf dem Profit lastete.

HHLA-Chef Chef Klaus-Dieter Peters hielt zwar an der Prognose für das Gesamtjahr fest. Es bestünden aber Unsicherheiten, bekräftigte HHLA. Neben der Ukraine-Krise und der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehung mit Russland sei dies der Konsolidierungsprozess in der Containerschifffahrt. Mehrere Groß-Reeder hatten Allianzen und Fusionen angekündigt. So steht Deutschlands größte Containerlinie Hapag-Lloyd vor dem Zusammenschluss mit dem chilenischen Rivalen CSAV. HHLA erwartet bislang für 2014 eine moderate Umsatzsteigerung und ein operatives Ergebnis im Konzern von 138 bis 158 Millionen Euro.

Mit dem Verlauf des ersten Halbjahrs zeigte sich Peters zufrieden. „Wir haben unsere zuletzt deutlich ausgebaute Marktposition im Containerumschlag gefestigt und den Wachstumskurs bei unseren Containertransporten mit weiter steigenden Marktanteilen fortgesetzt“, sagte er. Insgesamt steigerte der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik – das Kerngeschäft der HHLA – den Umsatz im ersten Halbjahr um 5,3 Prozent auf 582 Millionen Euro. Der operative Gewinn stieg um 3,6 Prozent auf 74 Millionen Euro. Unter dem Strich ging der Gewinn jedoch um 14,6 Prozent auf 22 Millionen Euro zurück. Die Immobiliensparte des Konzern legte bei Umsatz und Ergebnis zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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