Hafenkonzerne
HHLA und Eurogate arbeiten enger zusammen

HHLA und Eurogate arbeiten seit längerem zusammen, nun bündeln sie ihre Kräfte auf einem weiteren Feld: Die Hafen-Logistikkonzerne ziehen ein gemeinsames Netz an Containerterminals im Binnenland hoch.
  • 0

HB HAMBURG. Die beiden Konzerne wollen große Umschlagzentren errichten, um den Containerverkehr von und zu den beiden Überseehäfen in Hamburg und Bremerhaven effektiver zu gestalten. Bisher gibt es in Deutschland eine Vielzahl kleiner Terminals, die sich kaum untereinander absprechen und nicht genügend Fläche haben, um in Stoßzeiten Container zwischenzulagern. HHLA und Eurogate erhoffen sich nun von ihrer Kooperation, dass mehr Transporte von der Straße auf die Schiene verlagert werden.

„Wir stärken mit unserem Konzept die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen, weil wir sie intelligenter und besser mit dem Hinterland verbinden“, sagte HHLA-Vorstand Sebastian Jürgens am Montag in Hamburg. An ausgesuchten Plätzen in der Nähe großer Metropolregionen sollen bestehende Umschlagzentren ausgebaut oder neue errichtet werden. HHLA und Eurogate werben damit, dass der Warenverkehr so besser koordiniert werden kann.

Mit ihrer Kooperation stoßen die beiden Hafenkonzerne in ein Geschäftsfeld vor, in dem die Deutsche Bahn mit ihrer Tochter Duss stark vertreten ist. Daneben gibt es zahlreiche kommunale Terminalanbieter. HHLA-Vorstand Jürgens sagte, eine Zusammenarbeit mit der Bahn habe „sich nicht ergeben“. Die Allianz sei aber offen für Gespräche. Von der Bahn war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

HHLA und Eurogate kooperieren bereits beim Verkehr der Zubringerfrachter, den sogenannten Feeder-Transportern, um die Kosten zu senken und den Hamburger Hafen für die Reeder damit attraktiver zu machen. Das nun geschlossene Bündnis im Hinterlandverkehr wird durch ein Gemeinschaftsunternehmen organisiert, an dem die beiden Partner je zur Hälfte beteiligt sind. Für dieses Projekt hatten HHLA und Eurogate die Genehmigung des Bundeskartellamts eingeholt.

Durch den rasanten Rückgang im weltweiten Warenverkehr im Zuge der Wirtschaftskrise ist zwischen den Häfen ein scharfer Wettbewerb entbrannt. Durch die bessere Organisation des Hinterlandverkehrs erhoffen sich die beiden Partner Wettbewerbsvorteile gegenüber den Häfen in den Benelux-Ländern.

Kommentare zu " Hafenkonzerne: HHLA und Eurogate arbeiten enger zusammen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%