Hafenlogistikkonzern
HHLA kappt erneut seine Gewinnprognose

Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA muss seine Gewinnziele erneut kassieren. Grund ist die drohende Konjunkturflaute. Die HHLA-Aktie rutschte daraufhin am Morgen um 4,7 Prozent ab.
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FrankfurtAngesichts der sich abzeichnenden Konjunkturabkühlung reduziert der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA abermals sein Gewinnziel für das laufende Jahr. Der Vorstand erwarte nun einen stagnierenden Containerumschlag und rechne deshalb mit einem Betriebsergebnis (Ebit) in einer Bandbreite zwischen 170 und 190 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ein weiterer Grund seien reorganisationsbedingte Produktivitätseinbußen.

Erst Mitte Mai hatte die HHLA die zunächst angepeilte Steigerung des Vorjahreswerts von 207 Millionen Euro um fünf Prozent aufgegeben und stattdessen ein Ebit von mindestens 200 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Dieses Ziel hatte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters noch Mitte Juni bekräftigt.

Die Zahl der an den HHLA-Terminals umgeschlagenen Container werde nach neuer Einschätzung 2012 auf dem Vorjahresniveau von rund sieben Millionen verharren, erklärte die HHLA am Mittwoch. Das bisherige Ziel einer Mengensteigerung im Bereich von fünf Prozent erscheine nicht mehr realisierbar. Es werde jedoch weiterhin ein Konzernumsatz im Bereich von 1,1 Milliarden Euro angestrebt. Aussagen zur erwarteten Geschäftsentwicklung unterlägen jedoch einer außerordentlich hohen Unsicherheit, erklärte die HHLA.

Denn die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf Konjunktur und Welthandel seien weiter ungewiss. Die Abwärtsrisiken hätten zuletzt deutlich zugenommen. Die HHLA-Aktie rutsche im frühen Geschäft von Lang & Schwarz um 4,7 Prozent ab. Sie war der mit Abstand schwächste Wert im MDax.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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