„Hahn hat noch nie Profit gemacht“
Hapag-Lloyd fordert gleiche Bedingungen auf Flughäfen

Wegen vermuteter Beihilfen für bestimmte Billig-Airlines hat der Chef des Ferienfliegers Hapag-Lloyd mehrere deutsche Flughäfen kritisiert und rugt die unterschiedliche Behandlung einzelner Fluglinien.

HB BRÜSSEL. Der Vorsitzende der Hapag-Lloyd- Geschäftsführung, Wolfgang John, nannte am Dienstag in Brüssel die Flughäfen Lübeck, Berlin-Schönefeld und Frankfurt-Hahn. Er reagierte damit auf Pläne der EU-Kommission, die Beihilfen für Billigflieger auf regionalen Airports künftig klar begrenzen will.

„Wir wollen klare und gleiche Bedingungen für alle haben“, betonte John. Dies sei in Frankfurt/Main und München gegeben, „aber in Berlin wird es schon schwierig“. Dort habe der Flughafen Schönefeld der Gesellschaft Easyjet offenbar gezielt geholfen. „Wir vermuten, dass es das auch in Lübeck gibt“, sagte der Hapag-Lloyd-Chef. Dort habe der irische Billigflieder Ryanair nach seinen Informationen ähnlich wie auf dem Flughafen Hahn besondere Hilfen bekommen.

„Hahn hat die ganzen Jahre noch nie Profit gemacht“, sagte John der dpa. Trotzdem versuche der Airport im Hunsrück weiter, mit günstigen Konditionen neue Fluggesellschaften anzulocken: „Jeder Kaufmann müsste da eigentlich pleite sein.“ Die Gesellschafter - der Frankfurter Flughafenbetrieber Fraport und das Land Rheinland-Pfalz - unterstützten aber diese Geschäftspolitik.

Zu Lübeck meinte der Hapag-Lloyd-Vorstand: „Wenn ich entscheide, nicht von Lübeck zu fliegen, ist das mein Problem. Aber wenn ich von Lübeck fliegen möchte, sollte ich die gleichen Vorteile bekommen wie eine andere Gesellschaft.“ Hinter den Subventionen der regionalen Flughäfen stünden stets staatliche Gesellschafter, kritisierte der Präsident der International Air Carrier Association, Arie Verberk. Dem Verband gehören 34 Charterfluggesellschaften an.

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