Halbe Milliarde Überschuss
Gewinnsprung bei Nivea-Hersteller Beiersdorf

Das Geschäft läuft wie geschmiert: Der Kosmetik-Produzent Beiersdorf legt im Jahr 2013 beim Gewinn deutlich zu. Für das laufende Jahr erwarten die Hamburger ein Umsatzplus. Nur die Dividende enttäuscht.
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HamburgDie Neuausrichtung lässt bei Beiersdorf die Kassen klingeln. Dank Zuwächsen in Schwellenländern und wieder besserer Geschäfte in Europa stieg der Reingewinn im abgelaufenen Jahr um rund zwölf Prozent auf 537 Millionen Euro, wie der Nivea-Hersteller am Dienstag in Hamburg mitteilte. „Beiersdorf befindet sich wieder auf einem nachhaltigen Wachstumskurs“, sagte Vorstandschef Stefan Heidenreich.

Dennoch schüttet der Dax-Konzern nicht mehr Dividende aus. Wie im Vorjahr sollen den Anteilseignern 70 Cent je Anteilschein gezahlt werden. Dabei hatten Analysten eine deutliche Erhöhung der Dividende auf 81 Cent erwartet.

Im Frühhandel verloren der Anteilsscheine 1,5 Prozent. Marktteilnehmer zeigten sich vom Dividendenvorschlag enttäuscht. Ein großer Teil der Dividendensumme von 159 Millionen Euro geht an die Hamburger Milliardärsfamilie Herz, die über ihre Holding Maxingvest gut 50 Prozent der Anteile an dem Kosmetikkonzern hält. Erfreut von den guten Geschäften bei Beiersdorf hatten die Eigner den Vertrag von Vorstandschef Heidenreich bereits zu Jahresanfang bis Ende 2019 verlängert.

Für das laufende Jahr plant das Management ein Umsatzwachstum zwischen vier und sechs Prozent. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll leicht steigen. Im abgelaufenen Jahr hatte der Konzern die Rendite um einen Prozentpunkt auf 13,2 Prozent gehievt.

Heidenreich hat den Traditionskonzern seit seinem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren umgekrempelt und stärker auf Schwellenländer ausgerichtet, wo die Nachfrage nach Kosmetikartikeln wächst. Erstmals sei in den Wachstumsmärkten ein Anteil von 52 Prozent am Gesamtumsatz der Kosmetiksparte erwirtschaftet wurden. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 49 Prozent. Die bereinigte Marge der Kosmetiksparte wuchs im abgelaufenen Jahr auf 12,5 (Vorjahr 12,0) Prozent. Noch stärker legte die kleinere Klebstoffsparte Tesa zu, deren Rendite auf 16,9 (13,0) Prozent sprang. Tesa profitiert davon, dass die Industriekundschaft wegen der Konjunkturerholung mehr bestellt.

Sowohl in den gesättigten Märkten Europas als auch in Schwellenländern steigerte der Konzern den Umsatz. Der starke Euro bremste allerdings das Wachstum. Nominal steigerte der Konzern die Erlöse zwar um 7,2 Prozent auf 6,14 Milliarden Euro. Wegen Währungseffekten blieb jedoch nur ein kleines Plus von 1,7 Prozent.

Der Konzern mit zuletzt rund 16.700 Mitarbeitern macht den Großteil seiner Erlöse mit Kosmetikartikeln wie Nivea, Eucerin, Labello und 8x4. Tesa steht für etwa ein Sechstel des Konzernumsatzes.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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