Halbjahres-Bilanz
Logistiker Thiel verdient wieder Geld

Der Logistik-Dienstleister Thiel ist im ersten Halbjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das gebeutelte Unternehmen sieht sich nun auf dem Weg, seine Ziele fürs Gesamtjahr zu erreichen. Einfach werde es jedoch nicht.

HB FRANKFURT. Wie das Unternehmen aus Luxemburg am Mittwoch mitteilte, stand von Januar bis Juni unter dem Strich ein Gewinn von 4,2 Mill. Euro nach einem Verlust von 6,6 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich um fast 60 Prozent auf 16,4 Mill. Euro. Der Umsatz stieg dank florierender Geschäfte in der Luft- und Seefracht um 4,4 Prozent auf 922,5 Mill. Euro.

Die Wachstumsraten vom Beginn des Jahres hätten sich im zweiten Quartal abgeschwächt, da dieses traditionell schwächer ausfalle als das erste, erklärte Thiel-Verwaltungsratschef Berndt-Michael Winter. Zudem seien Großaufträge weggefallen.

Für das Gesamtjahr zeigte sich Winter weiter zuversichtlich: „An unserer Zielsetzung halten wir unverändert fest, auch wenn dies auf Grund der schwieriger gewordenen Marktbedingungen sehr anspruchsvoll ist“, sagte er. Thiel peilt einen Umsatzanstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Das Ebit soll höher ausfallen als 2005; unter dem Strich will das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen den Sprung zurück in die Gewinnzone schaffen.

Winter bekräftige das mittelfristige Ziel einer Ebit-Marge von 3 Prozent. „Um dieses Renditeziel zu erreichen, bedarf es im ganzen Konzern aber noch erheblicher Anstrengungen“, sagte er.

Im vergangenen Jahr waren die Luxemburger wegen Einbußen in der Möbel- und Autosparte und wegen hoher Abschreibungen auf das Logistikzentrum der Tochter Microlog tief in die roten Zahlen gerutscht. Bei einem Umsatz von 1,8 Mrd. Euro war ein Nettoverlust von mehr als 50 Mill. Euro angefallen. Das operative Ergebnis war um fast ein Viertel auf 27,3 Mill. Euro eingebrochen.

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