Halbjahres-Zahlen
Marks & Spencer hat sich gefangen

Der britische Einzelhändler Marks & Spencer (M & S) hat aufgrund von Kosteneinsparungen den Gewinn in seinem ersten Geschäftshalbjahr gesteigert. Die Umsatzerosion ist vorerst gestoppt.

dpa-afx LONDON. Der Gewinn vor Steuern und Sonderposten sei bis Ende September um 19,6 Prozent auf 308,2 Mill. Pfund gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag in London mit. Operativ verdiente Marks & Spencer unter Ausklammerung der Sondereffekte mit 367,7 Mill. Pfund 27,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Konzernumsatz lag mit 3,65 Mrd. Pfund um 0,6 Prozent über Vorjahresniveau. Diese wenn auch nur geringfügige Steigerung verdankt der Konzern dem sich erholenden Geschäft auf dem britischen Heimatmarkt. Nach einem schwachen ersten Quartal (-3,1%) konnte Marks & Spencer im zweiten Quartal (+3,3%) hier wieder Fuß fassen, so dass sich das Umsatzminus im ersten Halbjahr auf 0,2 Prozent verringerte. Insgesamt erwirtschaftet das Unternehmen mit 3,30 Mrd. Pfund rund 90 Prozent seines Umsatzes in Großbritannien.

Auf Halbjahressicht blieben die Umsätze bei Mode und Textilien um 4,9 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Allerdings konnte der Konzern nach einem Minus von 9,2 Prozent in den ersten drei Monaten im zweiten Quartal wieder ein leichtes Plus erzielen. Marks & Spencer begründete dies mit neuen Designs, Preissenkungen und einer gut aufgenommenen Werbekampagne. Das Lebensmittelgeschäft baute sein Umsatzplus im zweiten Quartal weiter aus und erzielte im Halbjahr ein Wachstum von 5,6 Prozent.

Den Aktionären will der Konzern eine Zwischendividende von 4,8 Pence nach 4,6 Pence im Vorjahr zahlen. Einen konkreten Ausblick auf das Geschäftsjahr gab der Konzern nicht. Das Handelsumfeld sei weiterhin schwierig, hieß es. Das Feedback der Kunden sei aber positiv. Als nächstes stehe für Marks & Spencer nun das wichtige Weihnachtsgeschäft an. Analysten erwarten für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr 2005/06 einen Gewinn vor Steuern von 700 Mill. Pfund nach 592 Mill. Pfund im Jahr zuvor.

Zugleich teilte der Einzelhändler mit, dass der erst vor einem Monat zurückgetretene Chef der Damenmodensparte Per Una, George Davies, seine Aufgabe bis Juni 2006 weiter führen werde.

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