Halbjahreszahlen
Haniel sieht sich auf Kurs zu Gewinn und weniger Schulden

Haniel hat sich wieder erholt. Den Milliardenverlust im vergangenen Jahr wandelte der Konzern in ein Plus von 84 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013 um. Die Umstrukturierung des Betriebs ist aber nicht vorbei.
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DüsseldorfDer Duisburger Familienkonzern Haniel sieht sich nach dem Milliardenverlust im vergangenen Jahr auf Kurs in die Gewinnzone. „Wir sind (..) zuversichtlich, das Geschäftsjahr 2013 mit einem deutlich positiven Ergebnis vor Steuern abschließen zu können“, erklärte Haniel-Chef Stephan Gemkow am Freitag bei der Vorlage der Zahlen für das erste Halbjahr. Von Januar bis Juni 2013 konnte Haniel bereits den Gewinn vor Steuern auf 143 Millionen Euro (Vorjahr: elf Millionen Euro) steigern. Unter dem Strich schrieb der Konzern einen Gewinn von 84 Millionen Euro, im Vorjahr hatte der Konzern einen Verlust von 277 Millionen Euro verzeichnet. Die Haniel-Familie kann damit wieder auf eine Dividende hoffen. Gemkow verkaufte zudem Aktien an Beteiligungen wie Metro oder Celesio und drückte die Nettofinanzschulden der Holding unter zwei Milliarden Euro.

Haniel hatte 2012 keine Dividende zahlen können und hohe Schulden beklagt. Hohe Abschreibungen auf Beteiligungen hatten die Bilanz belastet, ein Netto-Verlust von 1,9 Milliarden Euro stand in den Büchern. Gemkow, der im vergangenen August von der Lufthansa in die Duisburger Haniel-Zentrale gewechselt war, will bei dem Konzern aufräumen. Er hat sich zunächst den Abbau von Schulden auf die Fahnen geschrieben und will damit auch die Rating-Agenturen besänftigen. Im Halbjahr lagen die Verbindlichkeiten der Holding auch dank der Aktienverkäufe bei 1,9 Milliarden Euro - Ende 2012 waren es noch 2,2 Milliarden Euro. „2013 hat der Schuldenabbau weiterhin oberste Priorität für Haniel“, unterstrich Gemkow. Im kommenden Jahr will Haniel dann nach früheren Angaben auf Wachstumskurs schalten - vorausgesetzt, die Konjunktur bricht nicht ein.

Zu dem im Familienbesitz liegenden Konzern, der im Halbjahr einen Umsatz von 12,6 Milliarden erzielte, gehört neben dem Handelsriesen Metro und dem Pharmahändler Celesio auch das Recycling-Unternehmen ELG. Im Haniel-Reich war es in den vergangenen Jahren auch immer wieder zu personellen Turbulenzen gekommen. Zuletzt wurde Anfang Juli Celesio-Chef Markus Pinger vor die Tür gesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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