Halloween
Die hässlichsten Kürbisse der Welt

Blaue, rosafarbene, weiße mit roten Venen – Familie Ackerman aus Illinois baut richtig hässliche Kürbisse an. Warum? Weil Amerikaner vor Halloween nicht genug von ihnen bekommen können. Denn je hässlicher, desto besser.

Die Familie Ackerman aus dem US-Bundesstaat Illinois baut seit 1999 orangefarbene Kürbisse an, die von den meisten Amerikaner an jedem Halloween in eine „Jack O'Lantern“ verwandelt werden – eine ausgehöhlte Kürbislaterne mit eingeschnitzter Fratze. Doch in den letzten Jahren ist die Sache noch viel bizarrer geworden.

Das ist volle Absicht. Eine Menge Kunden kaufen zu dieser Jahreszeit zwar noch immer die traditionellen Kürbisse, doch die Nachfrage nach anderen Farben, Formen und Deformierungen ist explodiert. Darunter finden sich beispielsweise rosafarbene Exemplare, weiße mit roten Venen oder solche, die mit knolligen Warzen übersät sind. Die Ackermans verkaufen nun 160 unterschiedliche Sorten, konstatiert John Ackerman. Er hatte vor 16 Jahren aus einer Laune heraus ein paar blaue Kürbisse angebaut, um das Einkommen aus der Viehzucht und dem Anbau von Mais und Sojabohnen aufzubessern, die sich seit 1909 in der Familie befinden.

„Die Leute kommen her, sehen den Kürbis und sagen: 'Das ist das hässlichste Ding, das ich jemals gesehen habe'“, sagt telefonisch von seiner Farm in Morton aus, auf der 30 Hektar für Kürbisse vorgesehen sind. „Und die nächsten Worte aus ihrem Munde wären: 'Bitte gib mir drei von denen!'“

Für seltsam aussehende und ungewöhnliche Kürbisse bekommen die Bauern einen strammen Aufschlag gezahlt. Saatgutunternehmen wie W. Atlee Burpee und Rispens Seeds haben auf die Nachfrage reagiert und hunderte neue Varianten entwickelt. Die schrulligeren Kürbisse gewinnen einen größeren Anteil am wachsenden Markt für dekorative Kürbisse in den USA, sagt Mohammad Babadoost, Professor für Pflanzenpathologie an der Universität von Illinois in Urbana.

Kürbisse, „die einzigartig und andersgeartet sind, werden von den Konsumenten zuerst gekauft“, weil sich die meisten mit ihren saisonalen Dekorationen von der Masse abheben wollen, erklärt Phil King, Manager für Vertriebskommunikation von Rupp Seeds in Wauseon, Ohio. Das Unternehmen verkauft 78 Variationen von Kürbiskernen und damit fast das Doppelte des Sortenangebots von vor zwei Jahrzehnten.

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Wachsende Nachfrage

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