Hamburger Milliardär kündigt neue Investitionen in Handelsketten an
Versandhändler Otto baut US-Geschäft aus

Der Hamburger Unternehmer Michael Otto plant neue Investitionen in Amerika. Im nächsten Jahr eröffnet die Fachhandelskette Crate & Barrel (C&B), eine US-Tochter der Otto-Gruppe, ihre ersten Filialen in Kanada. „Mittel- bis langfristig wollen wir Crate & Barrel auch nach Europa bringen, und hier als erstes nach Deutschland und Großbritannien“, sagte der Versandhaus-Milliardär am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in New York. C&B verkauft über 102 Filialen in den USA, per Kataloge und im Internet Haushaltswaren, Geschirr und Möbel.

tmo NEW YORK.Otto kündigte am Mittwoch zudem weitere Investitionen in Amerika an. „Die USA stehen an der Spitze auf unserer Liste von Ländern, wo wir uns engagieren wollen“, sagte Otto.„Wir suchen insbesondere nach Fachhändlern mit einem interessanten Konzept.“ Otto nahm am Mittwochabend in New York die Vernon-A.-Walters-Auszeichnung der deutsch-amerikanischen Organisation Atlantik-Brücke entgegen nahm. Der Preis wird an führende Unternehmer für deren besondere Verdienste um die transatlantischen Beziehungen verliehen.

Auch die Immobilienfirma Paramount, die der Otto-Familie gehört, will ihr Engagement in den USA laut dem Hamburger Unternehmer verstärken. Paramount gilt heute bereits als größter nicht-amerikanische Investor am New Yorker Immobilienmarkt und übernahm vor einigen Monaten vom Medienkonzern Bertelsmann ein Hochhaus in Nähe des Times Square.

Otto plant seine Expansion in den USA, während die US-Finanzaufsicht SEC dort weiter gegen ihn ermittelt. Als Aufsichtsratschef der zeitweise insolventen US-Handelsgruppe Spiegel Inc. (inzwischen umbenannt in Eddie Bauer) trägt Otto die Verantwortung dafür, dass das Unternehmen vor seinem Insolvenzantrag im März 2003 über mehrere Quartale keine vorgeschriebenen Pflichtberichte veröffentlichte. Auslöser der damaligen Probleme waren faule Kredite der firmeneigenen Bank, die allzu freigiebig Geld an Kunden verliehen hatte.

Otto begründet das damalige Versäumnis mit einem Streit um ein Vermerk, wonach der Bestand des Unternehmens gefährdet gewesen sei. „Wir hielten diesen Vermerk für irreführend, weil der Bestand gewährleistet war, aber der Wirtschaftsprüfer bestand darauf“, erklärte Otto. Dass der Regelverstoß zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn persönlich führen könne, darüber hätten seine Rechtsberater ihn nicht aufgeklärt, fügte der Hamburger Unternehmer hinzu.

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