"Hamburger Modell"
Lufthansa ist bei Billigangeboten auf den Geschmack gekommen

Die Deutsche Lufthansa überlegt, das am Flughafen Hamburg gestartete Niedrigpreis-Modell auch auf andere Flughäfen auszuweiten.

HB HAMBURG. „Wenn sich herausstellen sollte, dass es in einem anderem Markt ähnliche Chancen gibt, dann würden wir das machen“, sagte Lufthansa-Bereichsleiter Christoph Klingenberg am Donnerstag in Hamburg.

Deutschlands größte Linienfluggesellschaft bietet von diesem Samstag von Hamburg aus für alle 23 Flugziele in Europa Hin- und Rückverbindungen für zusammen 99 Euro an. Mit der Preisoffensive will Lufthansa versuchen, die Expansion von Billigfluggesellschaften in Deutschland zu stoppen.

Möglich seien diese günstigen Preise, die laut Klingenberg je Flug für 20 bis 30 Prozent der Sitze gelten, durch Kostensenkungen beim Personal, effektiveren Einsatz der Maschinen und größere Flugzeuge. Das neue Hamburg-Angebot ist seit zwei Monaten buchbar.

Damit ein Flug kostendeckend ist, müssen allerdings auch Tickets zu höheren Preisen verkauft werden. Lufthansa sei aufgrund der bisherigen Buchungen zuversichtlich, dass ausreichend Tickets verkauft würden, sagte Klingenberg. Die bisher 23 Flugziele ab Hamburg könnten noch auf bis zu 30 aufgestockt werden.

Wo möglicherweise die Preisoffensive mit zusätzlichem Angebot noch gestartet werden könnte, ließ Klingenberg offen. Für die beiden großen Umsteigeflughäfen Frankfurt und München allerdings ist dies nach früheren Angaben ausgeschlossen. Für den Flughafen Hamburg bedeutet die Lufthansa-Initiative bei einem Erfolg eine Million zusätzliche Passagiere. Zuletzt flog Lufthansa 1,6 Millionen Fluggäste von und nach Hamburg.

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