Handel
Hugo Boss hebt Messlatte für 2011 höher

Angesichts des guten Abschneidens von Hugo Boss im zweiten Quartal wird der Modekonzern seine Gesamtjahresprognosen anheben.
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MetzingenFlorierende Geschäfte in China und den USA sowie eine wachsende Zahl eigener Läden haben dem Modekonzern Hugo Boss ein starkes zweites Quartal beschert. Angesichts des unerwartet guten Abschneidens werde der Konzern seine Gesamtjahresprognosen anheben, teilte der Edelschneider am Donnerstagabend überraschend nach Börsenschluss mit. Die Hugo-Boss-Aktie schoss daraufhin am Freitag an die Spitze des MDax. Bis zum Mittag legte sie um 6,11 Prozent auf 76,55 Euro zu.

Händler und Analysten reagierten durch die Bank positiv auf die Nachrichten. Hochstufungen der Aktie und Kursziel-Anhebungen waren die Folge. Der Modekonzern habe erneut beeindruckende Zahlen vorgelegt und einmal mehr den Ausblick angehoben, bemerkte die Deutsche Bank in einem Kommentar. Die Zahlen zum zweiten Quartal hätten sowohl die Markterwartungen als auch die eigenen Schätzungen übertroffen.

Wie Hugo Boss mitteilte, legte der Konzernumsatz von März bis Juni nach vorläufigen Berechnungen vor allem wegen des eigenen Einzelhandels um währungsbereinigte 29 Prozent auf 405 Millionen Euro zu. Der Modekonzern baut zunehmend die Zahl eigener Geschäfte aus. Das bringt nicht nur bessere Margen, sondern erlaubt auch eine schnellere Reaktion auf das Feedback der Kunden. Im laufenden Jahr sollen 70 neue Läden entstehen. Besonders gefragt sind derzeit Hugo-Boss-Produkte in China und den USA.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), das Hugo Boss als operative Kenngröße heranzieht, stieg im Quartal von 31 Millionen auf 63 Millionen Euro. Das Konzernergebnis sprang von sechs Millionen auf 31 Millionen Euro nach oben.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern jetzt mit mehr Umsatz und Gewinn als bislang. Der Konzernumsatz soll währungsbereinigt nicht mehr nur um mindestens zwölf Prozent, sondern um 15 bis 17 Prozent steigen. Das bereinigte EBITDA wird um 25 bis 30 Prozent höher erwartet als im Vorjahr. Hier hatte das Ziel bisher nur bei mindestens 15 Prozent gelegen.

Einige Analysten gehen davon aus, dass dies noch nicht das Ende der guten Nachrichten von Boss gewesen ist. Berenberg-Bank-Analystin Anna Patrice schrieb in einem Kommentar, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein kann, bis Hugo Boss auch seinen mittelfristigen Ausblick anhebt. Bislang legt der Modehersteller die Messlatte bis Ende 2015 für den Umsatz auf 2,5 Milliarden Euro hoch. Operativ will er bis dahin 500 Millionen Euro verdienen. Den vollständigen Bericht zum ersten Halbjahr wird Hugo Boss am 28. Juli vorlegen.

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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