Handel
Keine guten Nachrichten für Arcandor aus Fernost

Bekommt der Handelskonzern Arcandor Probleme bei der Warenbeschaffung? Nach Medienberichten schon. Ein Einkaufsdienstleister des Unternehmens aus Hong Kong will nämlich keine Zwischenfinanzierungen von Lieferungen an Arcandor übernehmen.

HB ESSEN. Dem Handels- und Tourismuskonzern Arcandor drohen nach einem Bericht der "Lebensmittel Zeitung" (Freitag) Probleme bei der Warenbeschaffung in Fernost. Der Einkaufsdienstleister des Unternehmens, das Hongkonger Handelshaus Li & Fung, wolle keine Zwischenfinanzierungen von Lieferungen an Arcandor mehr übernehmen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf auf eigene Informationen.

Bislang sei Li & Fung für Arcandor in Vorleistung getreten und habe die Lieferanten so dazu gebracht, mit dem Essener Konzern Zahlungsziele von 120 Tagen zu vereinbaren. Ein Arcandor-Sprecher wies darauf hin, dass lediglich einzelne Lieferanten Probleme hätten, die 120-Tage-Frist zu überbrücken. Davon betroffen sei lediglich 0,1 Prozent des gesamten Beschaffungsvolumens, das über Li & Fung abgewickelt werde.

Von den Beziehungen zu konzernweit 6000 bis 7000 Arcandor-Lieferanten würden derzeit rund 2100 durch das Hongkonger Handelshaus gemanagt. Probleme bei der Warenbeschaffung sehe das Essener Unternehmen nicht. Auch das aktuelle Weihnachtsgeschäft sei nicht gefährdet, da alle Waren bereits eingekauft seien.

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