Handel
Kerner bleibt Werbepartner für Air Berlin

dpa-afx MALLORCA/BERLIN. Air-Berlin-Chef Joachim Hunold hat den Börsengang der zweitgrößten deutschen Airline trotz des anhaltenden Sinkflugs der Aktie als Erfolg verteidigt. Spekulationen, die Fluggesellschaft könnte in Schwierigkeiten geraten, weil die Erlöse geringer als zunächst erwartet waren, nannte der geschäftsführende Gesellschafter in Palma de Mallorca "völligen Quatsch". In der "Kriegskasse" des Unternehmens seien nun fast 400 Mill. Euro. Damit könne die Airline am Markt agieren und sei nicht zum Zuschauen verdammt. Er werde den Wachstumskurs fortsetzen.

Die Aktie hatte am ersten Tag im Parketthandel sechs Prozent unter dem Ausgabepreis von zwölf Euro geschlossen und war am Freitag zeitweise unter zehn Euro gerutscht. Hunold kündigte an, die stark kritisierte Werbepartnerschaft mit dem TV-Moderator Johannes B. Kerner fortzusetzen. Die Zusammenarbeit sei mit dem Börsengang nicht beendet.

Aktionärsschützer hatten moniert, dass mit den Werbeauftritten des populären Moderators gezielt Kleinanleger zum Einstieg in das mit Risiken behaftete Geschäft des Billigfliegers gelockt werden sollten. Nach Hunolds Angaben sind 90 Prozent der Aktien an institutionelle Anleger gegangen. Ein Anteil von zehn Prozent Kleinanlegern sei "unter den Umständen" zufriedenstellend.

Der Abschlag bei der Preisspanne der Aktie sei durch den enorm gestiegenen Ölpreis verursacht worden, der bei der ursprünglichen Bewertung des Unternehmens noch nicht absehbar gewesen sei, sagte Hunold.

Er betonte, dass der für das Jahr 2005 ausgewiesene Verlust der Airline von 116 Mill. Euro fast vollständig auf Sondereffekten im Zuge der veränderten Bilanzierung beruhe. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechneten Analysten mit einem Gewinn zwischen 30 und 50 Mill. Euro und er sei mit dieser Prognose "sehr glücklich", sagte Hunold beim "Sommergespräch" des Düsseldorfer Flughafens auf der Baleareninsel. Air Berlin ist im mallorcinischen Luftverkehr Marktführer.

Die Airline hat 2 800 Mitarbeiter und 2005 einen Umsatz von 1,22 Mrd. Euro. Mit einer Flotte von 53 Flugzeugen beförderte sie 13,5 Mill. Passagiere.

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