Handel
Lidl verweist die Metro-Gruppe auf die Plätze

Lidl ist die neue Top-Adresse im deutschen Handel. Der süddeutsche Konzern hat sich im nationalen Ranking auf Platz eins vorgearbeitet. Im Streit mit Coca-Cola ist plötzlich wieder eine Einigung möglich.
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DüsseldorfWechsel auf der Spitzenposition im Handel: Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) hat den Metro-Konzern im Umsatz überholt und ist damit zum größten deutschen Handelskonzern aufgestiegen. Die Schwarz-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von 67,6 Milliarden Euro, wie eine Unternehmenssprecherin berichtete.

Die Metro-Gruppe, zu der neben den gleichnamigen Großmärkten auch die Elektronikketten Media Markt und Saturn, die Warenhauskette Kaufhof und die Real-Supermärkte gehören, kam dagegen im Kalenderjahr 2013 nur noch auf einen Jahresumsatz von 65 Milliarden Euro. Die „Wirtschaftswoche“ hatte zuvor darüber berichtet.

Dem Wirtschaftsmagazin zufolge erzielte allein der zur Schwarz-Gruppe gehörende Discounter Lidl einen Umsatz von 48,9 Milliarden Euro, Kaufland weitere 18,7 Milliarden Euro. Der Wechsel auf dem Spitzenplatz sei zum Teil eine Folge der starken Expansion der Schwarz-Gruppe. Zum anderen verkaufte Metro-Chef Olaf Koch Unternehmensteile wie das Osteuropa-Geschäft von Real.

Coca-Cola kommt zudem womöglich doch zurück in die Lidl-Regale. Der Neckarsulmer Discounter und der Getränkeriese verhandeln nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa und des Magazins „Focus“ darüber, ob der Händler das Getränk wieder im Sortiment aufnehmen wird. „Der bisherige Liefervertrag ist ausgelaufen, nun geht es um die Anschlusskonditionen“, berichtete „Focus“ unter Berufung auf Branchenkreise.

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  • Bei Lidl wächst der Umsatz während die Metro ihre Realmärkte im Ausland verkaufen musste.
    Dabei ist es nicht der Preis der die entscheidende Rolle spielt, sondern die hohen Suchkosten auf großen Marktflächen.
    Der Kunde möchte schon sehr gerne die ihn besonders interessierende Ware finden, aber er möchte auf 5000 m² nicht den Platz suchen, wo er sie dann endlich aussuchen kann.
    Dieser Tatsache sind sich die Konzernoberen sicher bewusst.
    In Versuchsmärkten werden von Zeit zu Zeit elektronische Kundenführungsgeräte getestet.
    Bisher regelmäßig ohne Erfolg. Das wird auch so bleiben.
    (...)
    Natürlich habe ich meine schutzrechtlich gesicherte Neuheit auch der Metro vorgestellt.
    Aber Vorstandsvorsitzende mit drei Millionen Jahresgage befassen sich mit solchen Nebensächlichkeiten wie der Suchzeit ihrer Kunden nicht. Und die Manager der unteren Ebene haben scheinbar kein Interesse, sich an externen Ideen abzuarbeiten.
    Und so bleibt alles beim Alten, die großen SB Märkte verlieren unaufhaltsam an Attraktivität. Dem Kunden scheint seine Zeit etwas Wert zu sein.


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Nachdem die ARD vor einiger Zeit berichtet hatte, dass bei einem Testvergleich Lidl als Discounter kaum billiger war als die besser eingerichteten Supermärkte, habe ich das selbst mal ausprobiert. Ganz unabhängig von meinem privaten Praxischeckergebnis fiel die Belegschaft des Marktes mit unglaublichen Ausfällen gegen die Kundschaft auf: Die stellten sich zu dritt zwischen die Regale und fingen lauthals an Dinge zu reden wie: "Der hört Stimmen." "Der wird eingeliefert." "Der ist arbeitslos" usw.. Ich dachte, das kann nicht wahr sein. Als Mann vom Fach war mir aber klar, dass diese drei Mitglieder der Belegschaft tatsächlich die Kundschaft mit diesem Wahnsinn mobbten und beleidigten. Wissen Sie, liebe Herrschaften in Neckarsulm, vielleicht sollten Sie ein bisschen von dem vielen Geld in die Verbesserung Ihrer Personalentwicklung und -auswahl stecken. Man kann sich kaum schlimmer blamieren als so, wenn man gleichzeitig die größte deutsche Handelsgesellschaft sein will.

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