Handel
Tchibo: Goodbye Großbritannien

Diese Schlacht scheint geschlagen: Tchibo beginnt sich aus dem britischen Markt zurückzuziehen. Kooperationen mit anderen Handelsketten werden auf Eis gelegt, 50 Filialen im Großraum London geschlossen.

HB HAMBURG. Tchibo leitet wegen der Konsumschwäche den Rückzug aus Großbritannien ein. Die Zusammenarbeit mit den dortigen Handelsketten Somerfield und Sainsburys werde 2009 aufgegeben, kündigte ein Tchibo-Sprecher am Mittwoch in Hamburg an. Die beiden Handelsketten betreiben etwa 100 Vertriebsdepots von Tchibo in ihren Geschäften. Zudem will Tchibo etwa eigene 50 Filialen im Großraum von London schließen.

Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld in Großbritannien. Der Markt für Konsumartikel gilt dort schon seit längerem als schwierig. Der Verbleib des übrigen Geschäfts wird auf den Prüfstand gestellt, wie der Sprecher deutlich machte. In Großbritannien war Tchibo vor sieben Jahren eingestiegen, es war der zweite Auslandsmarkt nach Österreich. Tchibo expandiert schon seit einiger Zeit nicht mehr in Westeuropa und konzentriert sich auf Deutschland und besonders stark auf Osteuropa.

Im Inland leidet Tchibo im Geschäft mit Haushaltswaren und anderen Gebrauchsartikeln unter dem Wettbewerb mit Discountern wie Aldi und Lidl. In den vergangenen Monaten wurde die Zahl der kleineren Länden und Verkaufsstellen reduziert und das Angebot auf Modeartikel ausgeweitet. Das Geschäft habe sich dadurch stabilisiert, sagte der Tchibo-Sprecher.

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