Handel und Versand
Schlussspurt sichert das Weihnachtsgeschäft

Auf der Zielgeraden durfte sich der Handel noch die Hände reiben: Erst die letzte Verkaufswoche erfüllte die Erwartungen ans Weihnachtsgeschäft. Besonders üppig fällt die Bescherung bei den Paketdiensten aus.
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Die letzte Woche vor den Feiertagen hat dem Einzelhandel das zunächst schleppend verlaufene Weihnachtsgeschäft gerettet. Dank der starken Tage vor Heiligabend ist der Handelsverband Deutschland (HDE) zuversichtlich, dass die Umsätze leicht über denen des Vorjahres liegen könnten. Eine endgültige Bilanz könne aber erst nächste Woche gezogen werden, sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Menschen hätten die meisten Geschenke erst kurz vor Heiligabend gekauft.

„Die großen Gewinner waren in diesem Jahr Uhren und Schmuck“, sagte Falk. Aber auch Spielzeug, Tablet-PCs und Smartphones liefen gut. Schlechter sah es in den Modeläden aus: Winterkleidung und Wintersportbekleidung wurden im Vergleich zum Vorjahr nur wenig gekauft. Falk macht dafür das warme Wetter der vergangenen Wochen verantwortlich.

Besonders erfolgreich war im Weihnachtsgeschäft 2011 der Online-Handel. Der HDE rechnet dabei mit einem Wachstum von zehn Prozent. Einzelne Händler berichteten sogar von einem noch deutlich stärkeren Anstieg der Umsätze.

„Auffällig war in diesem Jahr, dass es in den großen Städten besonders gut lief“, sagte Falk. In den kleineren Innenstädten sei der Umsatz etwas schwächer gewesen. Einkaufen solle heute für viele Menschen ein Erlebnis sein, die Großstädte hätten da mehr zu bieten.

Die Deutsche-Post-Pakettochter DHL hat in diesem Jahr deutlich mehr Sendungen zu Weihnachten transportiert als noch vor einem Jahr. In der Woche vor Heiligabend stellte das Unternehmen täglich sechs Millionen Pakete und Päckchen zu, berichtete die „Bild“-Zeitung vom Samstag unter Berufung auf eine Umfrage unter Paketunternehmen. Das seien 17 Prozent mehr gewesen und damit ein neuer Rekord. Zudem war die Zahl der Sendungen damit demnach doppelt so hoch wie an normalen Tagen im Jahr.

DHL-Wettbewerber Hermes erwartet laut „Bild“ für den Dezember insgesamt 35 Millionen Sendungen. Das seien sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch DPD rechnet dem Bericht zufolge mit einem Plus von sechs Prozent im Weihnachtsgeschäft, GLS erwartet einen moderaten Anstieg.

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