Handels- und Touristikkonzern
Arcandor erwägt Verkauf von Thomas Cook

Der insolvente Handelskonzern Arcandor schickt sich an, seine florierende Touristiksparte Thomas Cook abzustoßen – die einzige Konzerntochter, die zuletzt deutlich schwarze Zahlen schrieb. Indes gilt eine Zerschlagung des Handels- und Touristikkonzerns mittlerweile als realistisches Szenario.

DÜSSELDORF. Es werde an einem Sanierungsplan gearbeitet, der sowohl mit als auch ohne Europas zweitgrößten Reiseveranstalter funktioniere, sagte er.

Gleichzeitig rückt nach dem Rücktritt des Generalbevollmächtigten Horst Piepenburg eine mögliche Insolvenz in Eigenverwaltung in Richtung Utopia. Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg sagte am Montag: „Das Einzige, was für das Gericht wahrscheinlich in weite Ferne gerückt ist, ist die Eigenverwaltung.“ Er gehe davon aus, dass das Gericht zum 1. September ein Regelverfahren einleitet.

Im Falle der insolvenzrechtlichen Eigenverwaltung gestattet das Gericht dem Schuldner, selbst weiter zu wirtschaften und über die Insolvenzmasse zu verfügen. Anstelle eines Insolvenzverwalters wird ein „Sachwalter“ eingesetzt, der die Geschäftsführung überwacht. Nach dem Rücktritt Piepenburgs soll es einen solchen Sanierungsexperten bei Arcandor nicht mehr geben. Piepenburg tritt in Zukunft unter der Führung von Insolvenzverwalter Görg als Berater auf. Das mache auch klar, wer Piepenburg künftig bezahle, sagte ein Konzernsprecher.

Piepenburg hatte seinen Rücktritt mit der fehlenden Unterstützung von Arcandor-Großaktionär Sal. Oppenheim begründet. Das Unternehmen wies entsprechende Vorwürfe zwar erneut zurück, beurteilte einen Wechsel Piepenburgs in Görgs Beraterteam aber als positiv.

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