Handelsblatt Exklusiv
Agrarhändler erwartet steigende Preise

Baywa sprüht vor Optimismus: Europas größter Agrarhändler sieht kein Ende der Preisanstiege bei Nahrungsmitteln.
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MünchenDer Chef von Europas größtem Agrarhändler, Klaus Josef Lutz, erwartet steigende Preise für Nahrungsmittel. "Die Produktivität steigt weltweit nicht so schnell wie die Nachfrage", sagt Lutz im Interview mit dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). "Damit werden die Preise weiter steigen, auch die für Grundnahrungsmittel", so Lutz. Für Europa erwartet die Baywa für dieses Jahr eine unterdurchschnittliche Ernte wegen der langen Trockenheit im Frühjahr. Gleichzeitig wachse die Nachfrage nach Weizen, Mais und Fleischprodukten - vor allem in Asien.

Die Baywa will in den kommenden Jahren neben dem Agrarhandel vor allem den Bereich der erneuerbaren Energien ausbauen: "Solar, Biogas und Wind sind unsere großen Chancen, die wir nicht nur in Deutschland, sondern auch international sehen", sagt Lutz. Der Baywa-Chef kündigte an, den Umsatz mit erneuerbaren Energien mittelfristig von heute dreihundert Millionen Euro auf eine Milliarde Euro steigern zu wollen. Dabei will der MDax-Konzern die Anlagen entwickeln, eine Zeit lang betreiben und anschließend an Investoren weiterverkaufen. Neben Deutschland wollen die Münchener vor allem in den USA aktiv werden.

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