Handelsblatt Exklusiv
Griechischer Investor greift nach Kaufhof

Der Handelskonzern Metro besitzt gute Chancen, seine Warenhauskette Kaufhof noch in diesem Jahr an einen ausländischen Käufer abzugeben. Über den Stand des Verkaufsprozesses will der Vorstandschef morgen berichten.
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DüsseldorfWie das Handelsblatt übereinstimmend aus Kreisen der Bieter und Verkäufer erfuhr, könnten die 134 Warenhäuser in wenigen Wochen an die Wiener Immobilienfirma Signa weitergereicht werden. „Dies ist der erste ernst zu nehmende Versuch, den Kaufhof zu übernehmen“, hieß es auf Seiten der Kaufinteressenten. Eine endgültige Entscheidung solle in jedem Fall vor Weihnachten fallen.

Hinter der österreichischen Signa, die von dem 34-jährigen Innsbrucker René Benko geführt wird, verbirgt sich als Investor der griechische Reeder und Milliardär George Economou. Der 57-Jährige bemüht sich seit drei Jahren, das krisenanfällige Geschäft mit der Seefracht durch branchenfremde Beteiligungen abzustützen.

Um in die Bücher der Kölner Warenhaus-Gruppe blicken zu dürfen, sollen die Interessenten als Mindestgebot eine Kaufsumme von 2,4 Milliarden Euro genannt haben. Die Wiener Investorengruppe pflegt bereits enge Verbindungen mit dem Kaufhof-Wettbewerber Karstadt und besitzt in Deutschland Immobilien im Wert von einer Milliarde Euro.

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  • Aber nur gegen Vorlage seiner griechischen Einkommensteuerklärungen der letzten 17 Jahre. Ansonsten nach Ankunft in der Metrozentrale verhaften und dem Europäischen Gerichtshof wegen permanenter Steuerhinterziehung überstellen.

  • .... und wieder zahlt Deutschland beim EURO drauf - ein Ausverkauf gegen Konfettigeld. Gäbe es noch die nationalen Währungen und die Griechen müssten Drachmen in DM umtauschen, könnten sie sich hier niemals engagieren. Das Gleiche gilt im übrigen auch für den Kauf von HochTief durch ACS. Was der Euro tatsächlich wert ist, merken wir, wenn wir in diese Länder fahren und denselben Gegenwert für einen EURO haben wollen, den wir in Deutschland bekämen. Und genau diese Differenzen sollen die Steuerzahler von NL, FIN, A, und D jetzt finanzieren. Es sind vorrangig scheinbar nur die Haushaltsdefizite die wir finanzieren sollen. In Wirklichkeit aber ist es die, durch unterlassene Abwertungen entstandene, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der PIIGS+F. Da reicht der gehebelte Rettungsschirm nicht aus, es werden eher 7-9 Billionen erforderlich sein, um diese, durch die "Einheitswährung" entstandenen, Ungleichgewichte zumindest vorübergehend auszugleichen - und für die Zukunft ist es tatsächlich ein Faß ohne Boden. Es gibt nur eine Folgerung und die ist alternativlos, wenn wir nicht selbst in den Abgrund stürzn wollen: "Der EURO muss weg, Rückkehr zu den nationalen Währungen und zwar schnell!"

  • ob Kaufhof eine sichere Investition ist? für Metro war´s das jedenfalls nicht

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