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Razzia bei Matratzenfirmen

Illegale Absprachen im Matratzengeschäft haben das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. Am Dienstag durchsuchten die Wettbewerbshüter zeitgleich neun Hersteller und Händler von Matratzen.
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DüsseldorfDas Bundeskartellamt geht einem Verdacht nach, der bis in Deutschlands Schlafzimmer reicht. Wie die Bonner Behörde gestern auf Anfrage des Handelsblatts bestätigte, hat sie ein Verfahren gegen Matratzenhersteller, Matratzenhändler und Einkaufsverbände des Möbelhandels eingeleitet. Sie stehen im Verdacht, illegale Absprachen zur Einhaltung von Mindestpreisen beim Weiterverkauf von Matratzen getroffen zu haben.

Am Dienstag durchsuchten die Wettbewerbshüter in dem Zusammenhang zeitgleich in insgesamt sechs Bundesländern neun Standorte und beschlagnahmen Akten und Daten. Gegenüber dem Handelsblatt wurden bei den Herstellern Malie, Tempur, Fey & Co und Schlaraffia Durchsuchungen von Firmenseite bestätigt. In Branchenkreisen hieß es zudem, auch der Memminger Produzent Metzeler sei betroffen. Dessen Geschäftsführung beantwortete eine Bitte um Stellungnahme bis Redaktionsschluss allerdings nicht. Der größte deutsche Möbeleinkaufsverband Begros wollte die Frage, ob er durchsucht worden sei, nicht beantworten.

Weiter stehen die Firmen nach Angaben des Kartellamts im Verdacht, sich illegaler Praktiken bedient zu haben, um ihre Mindestpreise durchzusetzen: So sollen Händlern Nachteile angedroht oder zugefügt worden sein, die die Mindestpreise nicht einhalten wollten. Anderen Händlern sollen Vorteile versprochen oder gewährt worden sein, wenn sie Mindestpreise einhielten.

Marktbeobachter berichteten gestern, die gesamte Matratzenbranche sei wegen der Razzien in Aufruhr. Viele Firmen hätten die Durchsuchungen vollkommen überrascht. „Wir sind uns keiner Schuld bewusst und waren kooperativ“, sagte ein Sprecher von Fey & Co.

Fidelius Schmid
Fidelius Schmid
Handelsblatt / Reporter

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  • Ich glaube nicht, dass die Razzien zeitgleich stattgefunden haben.

    http://wp.ujf.biz/?p=5226

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